"In den Wahlprogrammen der meisten Parteien fehlt ein eigenes Kapitel zum Wohnen und Städtebau. Dabei müssten diese Themen angesichts ihrer großen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bedeutung einen zentralen Stellenwert in den politischen Überlegungen aller Parteien einnehmen". Mit diesen Worten brachte GdW-Präsident Freitag kürzlich die Enttäuschung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft darüber zum Ausdruck, dass im Bundestagwahlkampf diese Politikfelder so gut wie keine Beachtung finden.
Gerade die sich abzeichnende demographische Entwicklung und die dauerhafte Veränderung sozialer und ökonomischer Bedingungen erforderten mehr stadtentwicklungspolitisches Engagement. Gutes Wohnen, sicheres Zusammenleben in funktionierenden Nachbarschaften und ökonomisch attraktive Wohnquartiere seien keine Selbstverständlichkeit, sondern müssten durch immer wieder neue Anstrengungen bewahrt oder wiederhergestellt werden.Der GdW habe im Hinblick auf dieser Defizite seinen diesjährigen Verbandstag, der am 18. und 19. Oktober in Lübeck stattfinden wird, unter das Motto "Deutschland nach der Wahl - Neue Impulse für die Wohnungs- und Städtebaupolitik?" gestellt. Dort würden die inhaltlichen und personellen Vorbereitungen der Regierungsbildung in Bezug auf ihre Bedeutung für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft analysiert und bewertet werden.