Mit der "Leipzig-Charta" wurde auf dem informellen Ministertreffen der für Stadtentwicklung zuständigen EU-Minister in Leipzig jetzt ein Dokument verabschiedet, das die strategische Grundrichtung der zukünftigen Stadtentwicklung der EU vorgibt. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen begrüßte den Inhalt des Papiers. Es betone die Bedeutung der Wohnungswirtschaft als Partner der europäischen Stadt.
Positiv hervorzuheben sei an der "Leipzig–Charta" insbesondere ihr integrativer Ansatz als auch die Einbeziehung der benachteiligten Quartiere. Beide Strategieansätze würden durch die vom GdW vertretene Wohnungswirtschaft auf nationaler Ebene u. a. durch ihre Mitwirkung an integrierten Stadtentwicklungskonzepten in Vorbereitung des Stadtumbaus oder auch durch ihr Engagement für die soziale Stabilisierung von Nachbarschaften unterstützt. Die gleichen Ziele verfolgten die Unternehmen darüber hinaus durch bisherige und künftige Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz des Wohnungsbestandes, erklärte GdW-Präsident Lutz Freitag.Die "Leipzig-Charta" empfiehlt, die Ansätze einer integrierten Stadtentwicklungspolitik als Instrument der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie stärker zu nutzen. Die einzelnen Politikfelder sollen räumlich, sachlich und zeitlich aufeinander abgestimmt werden, um die für die Entwicklung der europäischen Städte wichtigen Belange und Interessen gleichzeitig und gerecht berücksichtigen zu können. Als zentrale Bestandteile einer integrierten Stadtentwicklungspolitik wurden die Herstellung und Sicherung qualitätvoller öffentlicher Räume, die Modernisierung der Infrastrukturnetze und Steigerung der Energieeffizienz sowie eine aktive Innovations- und Bildungspolitik formuliert.Eingebettet in eine gesamtstädtische integrierte Stadtentwicklungspolitik soll darüber hinaus den benachteiligten Stadtquartieren besondere Aufmerksamkeit zukommen. Dabei werden bestimmte Vorgehensweisen als zentral angesehen: Verstetigung städtebaulicher Aufwertungsstrategien, Stärkung der lokalen Wirtschaft und der lokalen Arbeitsmarktpolitik, aktive Bildungs- und Ausbildungspolitik für Kinder und Jugendliche sowie die Förderung eines leistungsstarken und preisgünstigen Stadtverkehrs.Mit der "Territorialen Agenda" beraten die Minister in Leipzig ein weiteres Papier, das sich in der aktuellen Fassung für die Stärkung des "Territorialen Zusammenhalts" u. a. für die Entwicklung eines ausgewogenen und polyzentrischen Städtesystems sowie eine neue Beziehung zwischen Stadt und Land in Europa ausspricht. Eine Fortsetzung des europäischen Diskussionsprozess über die strategische Ausrichtung der zukünftigen Regional- und Stadtentwicklung auf nationaler Ebene sei wichtig. Der GdW und die von ihm vertretenen Mitgliedsverbände und Wohnungsunternehmen böten sich als Akteure in der Debatte über die zukünftige Gestaltung einer nationalen Stadtentwicklungspolitik in Deutschland an. An der Realisierung wolle man als verlässliche Partner mitwirken, so GdW-Präsident Freitag. Anlage 1: Renaissance der Städte Anlage 2: Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt
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1F382_Anlage_LeipzigCharta
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1F386_Leipzig-Charta-zur-nachhaltigen-europaeischen-Stadt-Endgueltiger-Entwurf-2.-Mai-2007
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