Pressemeldungen zufolge beabsichtigt die russische Gazprom von Januar nächsten Jahres an, die Gaspreise für Europa um ein Drittel auf ca. 210 Euro je 1.000 Kubikmeter zu senken. Bundeswirtschaftsminister Glos forderte die Versorger auf, die Senkungen zügig an ihre Kunden weiterzugeben.
"Für Berliner Gaskunden könnte das eine Verbilligung um 0,003 bis 0,006 Euro je Kilowattstunde bringen", schätzte BBU-Betriebskostenexperte Siegfried Rehberg. Hintergrund sind die deutlich gefallenen Ölpreise. Deutschland bezieht ca. 37 Prozent seines Gasbedarfs aus Russland. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Ich begrüße die in Pressemeldungen angekündigten deutlichen Gaspreissenkungen der russischen Gazprom für Januar 2009. Angesichts der derzeit schwierigen konjunkturellen Situation fordere ich die Gaswirtschaft auf, die Bezugskostensenkungen dann zügig und vollständig an die deutschen Gasverbraucher weiterzugeben. Eine schnelle Weitergabe der Preissenkungspotentiale noch in dieser Heizperiode kann eine deutliche Stärkung der Kaufkraft der Verbraucher und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen bewirken."