Die GASAG Berlin hat in einem Schreiben an die Wohnungsunternehmen eine Preissenkung zum 1. April 2007um 0,25 Cent/kWh netto angekündigt. Aus Preisvergleichen der Sondervertragspreise mit den veröffentlichten Tarifen stellen jedoch immer mehr Wohnungsunternehmen fest, dass der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestehende Preisvorteil längst durch die kontinuierlichen Anhebungen des Gaspreises gemäß Preisänderungsklausel dahin geschmolzen ist. Auch zwischenzeitlich von der GASAG eingeräumte "Rabatte" haben zu keiner Besserstellung geführt. Der Verband prüft diesen Sachverhalt zurzeit.
Die neuerliche Ankündigung der GASAG in der Öffentlichkeit, die Erdgaspreise für Haushaltskunden würden zum 1. April 2007 um 0,30 Cent/kWh gesenkt, kann für Sonderverträge bisher nicht nachvollzogen werden. Die GASAG muss hier Begründungen liefern.In der Pressemitteilung vom 13. Februar 2007 heißt es: "Für die rund 640.000 Privatkunden der Berliner Gasag sinken ab 1. April 2007 die Kosten für die Gasversorgung: Wie das Unternehmen am 13. Februar mitteilte, wird zu diesem Stichtag der Preis pro Kilowattstunde um 30 Cent (inkl. MwSt) gesenkt. Je nach individuellem Jahresverbrauch bedeute dies eine Ersparnis von bis zu fünf Prozent, so die Gasag. Für eine Durchschnittsfamilie mit vier Personen und mit einem geschätzten Jahresverbrauch von 20.000 kWh ergebe sich eine Ersparnis von ca. 60 Euro pro Jahr." Hintergrund der fallenden Preise sind – neben dem zunehmenden Wettbewerb auf dem Berliner Gasmarkt - die gesunkenen Beschaffungskosten für Erdgas. Nachdem der Preis für Rohöl, an den der Gaspreis traditionell gekoppelt ist, gesunken ist, ist nun auch der Beschaffungspreis für Gaspreis rückläufig. Dieser Preisvorteil werde nun an die Privatkunden weitergegeben, so die Gasag. Zuletzt hatte der Versorger seine Preise zum 1. Januar 2006 um acht bis zwölf Prozent angehoben.