Am 12. November hatten die Einwohner der Stadt Freiburg im Breisgau darüber zu entscheiden, ob die Stadt ihre Anteile am kommunalen Wohnungsunternehmen der Stadt, der Stadtbau GmbH, verkaufen soll. Die im Rahmen eines Bürgerentscheides gestellte Frage "Sind Sie dafür, dass die Stadt Freiburg Eigentümerin der Stadtbau GmbH und der städtischen Wohnungen bleibt?" beantworteten 70,5 Prozent der Teilnehmer mit Ja.
Auf Initiative des Freiburger Oberbürgermeisters Dieter Salomon (Grüne) hatte der Gemeinderat im Juli beschlossen, zur Entlastung des Haushaltes 94,9 Prozent der städtischen Beteiligung an der Freiburger Stadtbau (FSB), die über einen Bestand von knapp 8.000 Wohnungen verfügt, zu verkaufen. Schon im Vorfeld hatte eine Initiative Unterschriften für einen Bürgerentscheid in dieser Frage gesammelt und damit die Durchführung eines Bürgerentscheides erreicht.Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 40 Prozent der Stimmberechtigten. Da die Gegner des Wohnungsverkaufs damit mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Quorum von 25 Prozent der Wahlberechtigten erreicht haben, ist das Ergebnis des Bürgerentscheids bindend. In den kommenden drei Jahren darf die Stadt die betroffenen Wohnungen demnach nicht verkaufen.