"EXPERTENRATSCHLÄGE" ZUM UMGANG MIT LEERSTAND REISSEN NICHT AB

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Die Ratschläge so genannter Experten für die Wohnungswirtschaft reißen nicht ab - bekanntermaßen haben schlechten Zeiten derartige Ratschläge Hochkonjunktur: Unter der Überschrift "Chancen der Osterweiterung werden nicht genutzt" veröffentlichte die Märkische Oderzeitung kürzlich einen Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Hermann Ribhegge von der Frankfurter Europa-Universität. In ihm plädiert Ribhegge dafür, die Mieten in Frankfurt (Oder) drastisch zu senken, um mittelfristig auch das Wohnen für die polnischen Mittelschicht attraktiv zu machen. „Mehr vermieten, weniger abreißen“, hätte dies nach Meinung des Experten zur Folge. Die Monopolsituation durch die Wohnungswirtschaft und die falschen Anreize durch die Bundesregierung würden dies verhindern. In der Wohnungswirtschaft seien sozialistische Verhältnisse noch weit verbreitet, so Ribhegge weiter.Mit seinen Äußerungen zielt Prof. Ribhegge in eine ähnliche Richtung wie Prof. Daschner (ebenfalls Universität Frankfurt, der BBU berichtete) - offensichtlich entwickelt sich die Europa-Universität zum Expertenzentrum für die Wohnungswirtschaft.  Die von beiden Professoren vertretene These, dass niedrigere Mieten zu mehr Vermietung führen würden, wird von ihnen mit keinem einzigen stichhaltigen Beweis untersetzt. Es drängt sich zudem eine Gegenfrage auf: Wo bleiben entsprechende kluge Ratschläge für die kommunalen Gebührenerheber, ihre Betriebskosten zurückzufahren, damit die Vermietbarkeit der Wohnungen für die polnische Mittelschicht attraktiv wird?