EVALUIERUNG AUSGESTELLTER ENERGIEAUSWEISE FÜR WOHNGEBÄUDE NACH ENEV 2007

PDF
Die BMVBS-Online-Publikation Nr. 01/2011 enthält die Evaluierung ausgestellter Energieausweise für Wohngebäude nach EnEV 2007. Sie wurde im Auftrag des BMVBS durch Weeber+Partner, G.A.S. planen bauen forschen und Stuttgart Institut für Angewandte Forschung (IAF) an der HfWU Nürtingen-Geislingen durchgeführt. Die detaillierten Ergebnisse bestätigen das mit der EnEV 2007 eingeführte System der Energieausweise, und zwar insbesondere in seinem Nebeneinander von Verbrauchs- und Bedarfsausweisen. Im Detail werden Verbesserungen vorgeschlagen. Wesentliche Ergebnisse sind mit den folgenden Aussagen aus dem Bericht zusammengefasst:Die beiden unterschiedlichen Ausweisarten haben sich bewährt.  Auch wenn die beiden unterschiedlichen Ausweisarten den Markt unübersichtlicher machen und ihre Aussagen nicht vergleichbar sind, haben beide Ausweisarten bezüglich der Ziele Verbraucherfreundlichkeit und Akzeptanz ihre Berechtigung. Die Akzeptanz des Energieausweises würde erheblich sinken, wenn alle Eigentümer unabhängig von ihrer jeweiligen Bedarfssituation einen Bedarfsausweis für mehrere hundert Euro ausstellen lassen müssten.  Das Auseinanderhalten der Ausweisarten sollte durch verständlichere Erklärungen und eine deutlichere Kennzeichnung einfacher gemacht werden.Die Fehleranfälligkeit des Energieausweises ist erheblich. Sie ist beim eigentlich als höherwertig geltenden Bedarfsausweis durch die Komplexität der Annahmen und Berechnungen viel höher als beim Verbrauchsausweis. Eine ungenügende Information kann wenig zur Transparenz beitragen. Durch Vereinfachung ist die Zuverlässigkeit zu verbessern. Es sollte deutlich gemacht werden, dass die Werte in Verbrauchsausweisen nicht mit Werten in Bedarfsausweisen vergleichbar sind. Aus Nutzersicht muss es Ziel sein, die Ergebnisse eines Bedarfsausweises und eines Verbrauchsausweises im Level vergleichbar zu machen. Die Standardannahmen zum Heiz- und Lüftungsverhalten für die Berechnung eines Bedarfsausweises sollten deshalb an die Lebenswirklichkeit (wie sie sich im Verbrauchsausweis dokumentieren) angepasst werden.So pauschal, wie in der bisherigen Praxis die Modernisierungsempfehlungen gegeben werden, ist es wenig sinnvoll. Wichtiger wäre es, mit dem Energieausweis auf eine Energieberatung hinzuleiten. Man könnte sich überlegen, grobe Einstufungen mit einfachen Empfehlungen zu geben.Der Bericht bestätigt damit die Erfahrungen, die auch in der Wohnungswirtschaft vorliegen. Er steht im Internet kostenfrei zum Download zur Verfügung.Download der Publikationwww.bbsr.bund.de | Veröffentlichungen | BMVBS-Veröffentlichungungen | BMVBS-Online-Publikation | 01/2011

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 122