EU-RAZZIA BEI FÜHRENDEN GASVERSORGERN

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Ermittler der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes haben am 16. Mai die Geschäftsräume mehrerer Gasversorger in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Österreich und Ungarn durchsucht. Wie das Handelsblatt aktuell berichtet, waren davon auch Eon-Ruhrgas und RWE betroffen. Hintergrund der Aktion war der Verdacht auf Verstöße gegen das EU-Wettbewerbsrecht. Nach einem EU-Sprecher geht es in den Verfahren um die Behinderung des freien Zugangs von Konkurrenten zu Leitungen und Speichern sowie um den Verdacht der Kartellbildung durch eine Aufteilung der Märkte. Die Kommission kann bei Verstößen gegen europäisches Wettbewerbsrecht Geldbußen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen.Wie das Bundeskartellamt bestätigte, wurden in Deutschland sechs Unternehmen an zwölf Standorten durchsucht, darunter die Marktführer Eon-Ruhrgas und RWE. Auf Nachfrage des Handelsblatts versicherten beide, sie wollten "eng und konstruktiv" mit den EU-Kartellwächtern zusammenarbeiten, waren aber nicht bereit, nähere Auskünfte zu den Ermittlungen zu geben. Eon-Ruhrgas war erst kürzlich vom Oberlandesgericht Düsseldorf ein Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen worden. Das Bundeskartellamt hatte Eon langfristige Lieferverträge mit Stadtwerken verboten, weil diese den Wettbewerb einschränkten.