Mit einem Plädoyer für mehr Kooperation zwischen den europäischen Regionen hat Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, am 14. März die Fachtagung "Metropolregionen" in Berlin eröffnet.
"Wie wir in Zukunft leben werden, wird zu großen Teilen in den Städten und Regionen entschieden. Wenn wir die europäische Zukunft gemeinsam gestalten wollen, brauchen wir hier also intensive, gleichberechtigte Partnerschaften" erklärte der Staatssekretär zur Eröffnung der mit renommierten Fachleuten besetzten Tagung. Zum einen müssten sich Metropolen wie London, Paris oder Frankfurt stärker untereinander vernetzen, um global konkurrenzfähig zu sein. Zum anderen müsste das Zusammenspiel von urbanen und ländlichen Regionen noch besser werden, um soziale Ungerechtigkeiten zu verhindern und strukturschwache Regionen zu unterstützen. Dabei müssen die Städte sich als Motoren für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der gesamten Region begreifen. Der Staatssekretär sprach sich außerdem für mehr Bürgerbeteiligung in der Lokalpolitik aus: "Europa ist nicht nur ein Wirtschaftsraum, sondern vor allem die Heimat von Menschen, die sich mit ihrer Stadt und Region identifizieren." An der Konferenz mit dem Untertitel "Räumliche Verantwortungsbereiche und Kooperation in Europa" nahmen Fachleute aus den Mitgliedsstaaten und EU-Institutionen teil. Sie diskutierten unter anderem über die "Territoriale Agenda der EU". Dieses Grundsatzdokument stellt die Weichen für eine nachhaltige europäische Regionalpolitik. Die Minister werden es auf ihrem informellen Treffen am 24. und 25. Mai in Leipzig verabschieden.