Anlässlich der Konferenz "20 Jahre Förderung der städtischen Entwicklung durch die EU" am 4. Februar 2010 in Brüssel diskutierten Vertreter der Kommission, des Europäischen Parlaments, der Mitgliedstaaten, Regionen und Städte über die bereits gemachten Erfahrungen und die Zukunft der städtischen Dimension in der EU.
Seit 1989 wird die städtische Entwicklung durch die EU gefördert, anfangs durch städtische Innovationsprojekte. Von 1994 bis 2008 unterstützten die Gemeinschaftsinitiativen (GI) URBAN I und II krisenbetroffene Städte und Stadtviertel bei der Entwicklung von innovativen und integrierten Stadtentwicklungskonzepten. In der jetzigen Förderperiode von 2007 bis 2013 wurde die städtische Dimension durch das sogenannte Mainstreaming vollständig in die Regelförderung übernommen. Deren Umsetzung liegt nun in der Verantwortung der Mitgliedstaaten und Regionen.Obwohl mittlerweile über die Hälfte der Operationellen Programme des EFRE eine städtische Dimension hat, werden die EFRE-Gelder in Städten häufig zu sektoral ausgegeben. Für die Zeit nach 2013 will die Kommission daher an neuen Ideen arbeiten, wie man einen integrierten Ansatz für den Umgang mit städtischen Herausforderungen sicherstellen kann.Um dies zu erreichen, wurden auf der Konferenz verschiedene Ansätze, wie z.B. ein "Earmarking" des EFRE für die städtische Dimension oder ein verstärkter Austausch von Städten oder Leitlinien der Kommission diskutiert. Unter städtischem "Earmarking" im Rahmen des EFRE wird das Festlegen eines bestimmten prozentualen Mindestfinanzanteils der Maßnahmen in den Operationellen Programmen für die städtische Dimension verstanden. Damit würde die städtische Dimension verbindlich in den Strukturfonds festgelegt werden. In der Diskussion fiel auch vermehrt die Forderung eines neuen innovativen Elements bezüglich der städtischen Förderung neben dem bereits bestehenden Mainstreaming.
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