Der Konjunkturabschwung beginnt, sich am Arbeitsmarkt auszuwirken: Wie das Statistische Bundesamt meldet, waren im Januar 2009 in Deutschland rund 700.000 Menschen weniger erwerbtätig als noch im Monat zuvor.
Insgesamt waren nach vorläufigen Berechnungen im Januar 39,83 Millionen Menschen erwerbstätig, das waren 1,7 Prozent weniger als im Dezember 2008. Damit lag die Erwerbstätigenzahl erstmals seit März 2008 wieder unter der 40 Millionen-Marke. Üblicherweise sinkt die Erwerbstätigkeit im Januar saisonbedingt um rund eine halbe Million Menschen. Die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung hat den Rückgang Anfang 2009 stärker ausfallen lassen als in den vergangenen Jahren. Zusätzlich dürfte die in diesem Winter relativ kalte Witterung einen negativen Einfluss auf die Entwicklung gehabt haben, während die Regelungen zur Kurzarbeit dämpfend auf den Rückgang gewirkt haben dürften.Die Zahl der Erwerbslosen lag im Januar 2009 nach vorläufigen Schätzungen saisonbereinigt bei 3,16 Millionen, das waren 170.000 Personen oder fünf Prozent weniger dem vergleichbaren Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember 2008 hingegen stellt dies eine Zunahme von saisonbereinigt 1,3 Prozent dar.