ERSTES GESAMTBERLINER STADTERNEUERUNGSPROGRAMM: FÜNF SANIERUNGSGEBIETE ABGESCHLOSSEN

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Durch die am 23. Januar vom Senat beschlossene Achte Verordnung zur Änderung von Verordnungen über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten wird in einem Sanierungsgebiet im Ostteil und in vier Gebieten im Westteil Berlins die Sanierung für beendet erklärt. Insgesamt umfasste das Erste Gesamtberliner Stadterneuerungsprogramm 22 Sanierungsgebiete, die vom Senat zwischen 1993 und 1995 per Rechtsverordnung förmlich festgelegt worden waren, mit einem Bestand von rund 84.000 Wohnungen. Nachdem nach durchschnittlich zwölf Jahren Sanierung die städtebauliche Aufwertung der Gebiete deutlich vorangekommen ist, erklärt der Senat in folgenden fünf die Sanierung für beendet: Altstadt/Kietz Vorstadt in Köpenick (1.867 Einwohner) Beusselstraße in Tiergarten (2.967 Einwohner) Stephankiez in Tiergarten (1.819 Einwohner) Soldiner Straße in Wedding (599 Einwohner) Kottbusser Damm Ost in Neukölln (521 Einwohner)Wie der Senat in einer Pressemitteilung erklärte, betrachtet er in diesen fünf Gebieten die Sanierungsziele als erreicht. Die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sowie zur Aufwertung des öffentlichen Raums seien durchgeführt und über 60 Prozent der Wohnungen, überwiegend mit öffentlicher Förderung, modernisiert und instand gesetzt worden. Berlin und der Bund haben insgesamt 162 Mio. Euro für Investitionen zur städtebaulichen Aufwertung und funktionalen Stärkung der Gebiete, für notwendige Aufwendungen für Grunderwerb, Planung, Steuerung und weitere Ordnungsmaßnahmen ausgegeben.Im Sanierungsgebiet Köpenick-Altstadt/Kietz Vorstadt (108 Mio. Euro) konnten nach dem Bericht die städtebaulichen Ziele realisiert werden. Die vorhandene historische Struktur sei erhalten geblieben und das Stadtbild in weiten Teilen nachhaltig aufgewertet worden. Der Wohnungsbestand wurde zu 72 Prozent erneuert. Die Sanierung und Herrichtung historischer Gebäude für kulturelle und soziale Projekte habe wesentlich zur Gebietsaufwertung und zur Stabilisierung des Wohnstandortes sowie zur Identitätsstärkung der Bewohner beigetragen.Im Gebiet Tiergarten - Beusselstraße (17 Mio. Euro) wurden 49 Prozent der Wohnungen mit Erneuerungsbedarf saniert. Nach Senatsangabe wurde eine wesentliche Verbesserung der Spielplatzversorgung sowie eine Aufwertung des Quartiers um das neu entstandene Nachbarschaftshaus Rostocker Straße 32 erreicht. Der öffentliche Raum um den Rostocker Platz und die Straßenräume in der Rostocker-, Wittstocker- und Huttenstraße wurden zu verkehrsberuhigten Bereichen umgebaut und dadurch wesentlich aufgewertet.Die städtebauliche Aufwertung des Tiergartener Stephankiezes (23 Mio. EUR) sei durch die Stabilisierung des Quartiers mit Hilfe der Erneuerung von Wohngebäuden, Grün- und Freiflächen sowie sozialer Infrastruktur erreicht worden. Die geringere Umweltbelastung durch Verkehr und Gewerbe sei signifikant, so der Senat. 2006 wurden Fortschritte bei der städtebaulichen Neuordnung des Paech-Brot-Areals erzielt.Auch im Sanierungsgebiet Soldiner Straße in Wedding (1 Mio. Euro) seien die wesentlichen Ziele in hohem Maße umgesetzt worden, insbesondere die Beseitigung städtebaulicher und baulicher Mängel durch Entflechten von Wohnnutzung und störendem Gewerbe sowie die Verbesserung der Wohn- und Infrastruktur. Durch die Herstellung einer öffentlichen Grünfläche mit Spielplatz konnte unter Beteiligung der Bewohnerschaft die Attraktivität des Wohnumfeldes gesteigert werden.Im Sanierungsgebiet Neukölln - Kottbusser Damm Ost (13 Mio. Euro) standen die Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen - Gemeinbedarfseinrichtungen, öffentliche Grünflächen und Spielplätze - zur Stärkung des Wohnens im Mittelpunkt. Mit dem Bau des "Ökozentrums für Jugend und Beruf" konnte das Sanierungsziel "Einrichtungen für Jugendliche" realisiert werden. Die Lebensqualität wurde punktuell durch verkehrsberuhigte Bereiche verbessert. Zur weiteren Sicherung der sozialen Sanierungsziele ist das Gebiet inzwischen Bestandteil des 2002 eingerichteten Quartiersmanagementgebietes Reuterplatz.