ERSTE BÜRGERSOLARANLAGE AUF DEM DACH EINES PRO POTSDAM-HAUSES LÄUFT

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Kurz vor dem Jahresende 2006 ging in Potsdam-Drewitz die erste so genannte Bürgersolaranlage ans Netz. Auf dem Dach der Häuser Fritz-Lang-Straße 10-12 produziert die 8,7 kWp starkeAnlage seit diesem Zeitpunkt Strom. "Dieses Projekt ist das erste dieser Art, das wir mit denMitgliedern der Initiative 'Bürgersolaranlage’ durchgeführt haben. Um einem so lobenswertenProjekt eine Chance zu geben, hat die PRO POTSDAM GmbH der Initiative das Dach für denAufbau der ersten Anlage zur Verfügung gestellt", sagte der Geschäftsführer der PROPOTSDAM GmbH, Jörn-Michael Westphal am 12. Februar anlässlich der Vorstellung des Projektes. Hintergrund der Kooperation ist das erneuerbare Energiengesetz, das den Einsatz von regenerativen Energien fördert und insbesondere die Stromerzeugung über Solarenergie und die Einspeisung in das öffentliche Stromversorgungsnetz vergütet. Die Idee der 1. Potsdamer Bürger-Solar GbR, eine Photovoltaikanlage von Bürgern in Form von Anteilen finanzieren zu lassen, hatte die PRO POTSDAM dazu bewogen, das Dach der Initiative zur Verfügung zu stellen.Die Geschäftsführerin der 1. Potsdamer Bürger-Solar GbR, Sophie Haebel, erläuterte, dass dieser ca. 50.000 Euro teuren 8,7 kWp Photovoltaikanlage weitere Anlagen in Potsdam folgen sollen. Die GbR ist aus der Initiative Solarlokal-Potsdam entstanden, die mit dem Ziel gegründet wurde, eine von Bürgern finanzierte Photovoltaik-Anlage auf einem Gebäude zu errichten.Auf einem Plattenbau der Baureihe WBS 70 in der Fritz-Lang-Straße 10-12 wurde ein für dieses Projekt geeignetes Dach gefunden. Plattenbauten dieses Typs erlauben keine statischen Belastungen, wie sie durch zusätzliche Wind- und Schneelasten bei aufgeständerten Photovoltaik-Modulen entstanden wären.Aus diesem Grunde wurden die Photovoltaik-Module mit Hilfe einer Trapezblech-Unterkonstruktion flach auf dem Dach installiert, wodurch gleichzeitig eine Gütertrennung bei verschiedenen Eigentümern des Gebäudes und der Solaranlage ermöglicht wurde. Diese Vorgabe war für PRO POTSDAM als Gebäudeeigentümerin und die 1. Potsdamer Bürger-Solar GbR als Betreiberin der Photovoltaik-Anlage von hoher Bedeutung. Flachdachbereiche und leicht geneigte Dächer, die nur über geringe Lastreserven verfügen, können mit diesem Konzept für die Photovoltaik kostengünstig genutzt werden. Es treten hier keine zusätzlichen Wind- und Schneelasten auf, die auf das Gebäude einwirken. Die hier zum Einsatz gekommenen Dünnschicht-Module eignen sich hervorragend für eine solche Lösung. Wie der für dieses Projekt verantwortliche Ingenieur Klaus-Michael Winnen vom Ingenieurbüro Winnen nachweisen kann, werden auch bei ungünstiger Dachausrichtung und Verschattung noch relativ hohe Erträge geliefert. Bei hohen Temperaturen reduziert sich die Leistung der Dünnschicht-Module wesentlich weniger als dies bei kristallinen Modulen der Fall ist.Die spezielle Technologie der Photovoltaik-Module ermöglicht es, ein breites Lichtwellenspektrum zu absorbieren, was zu einem höheren Leistungsertrag führt als bei kristallinen Modulen. Auch an bedeckten Tagen liefern diese Module einen substanziellen Ertrag. Auch bis jetzt weniger attraktive Dachflächen können mit diesem Konzept überzeugende Erträge liefern. Gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz beträgt im Jahr 2007 bei einer Dachmontage die Einspeisevergütung ins öffentliche Netz 49,21 ct/kWh für eine Zeitdauer von 20 Jahren. "Es lohnt sich also, auch unsere Region ist sonnenreich und mit dieser Technik können interessante Renditen erwirtschaftet werden", erläuterte Herr Winnen. "Wir brauchen hierzu nicht nach Bayern zu schauen."Informationen zur Potsdamer Bürgersolaranlage findet man auch unter www.solarlokal-potsdam.de.