Mit über 70 Hektar ist die Elisabeth-Aue im Norden Berlins eines der größten landeseigenen Wohnungsbaupotentiale von gesamtstädtischer Bedeutung. In dem Gebiet, das an gewachsene Ortsteile mit durchmischter Bewohnerstruktur grenzt, sollen GESOBAU und HOWOGE bis zu 5.000 neue Wohnungen entwickeln. Damit ein lebendiges und stabiles Quartier für rund 10.000 Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Bedürfnissen entsteht, wird großer Wert auf die Gestaltung der Bürgerbeteiligung gelegt.
Das neue Quartier Elisabeth-Aue wird deshalb nicht nur als eine städtebauliche Maßnahme organisiert, sondern auch als ein partizipativer Prozess. Mit dem Ziel, gemeinsam mit den Beteiligten eine „Erste Adresse“ zu entwickeln, die als Keimzelle für bürgerschaftliches Engagement und Integration der verschiedenen Bewohnergruppen fungiert und mit der Entwicklung des Stadtquartiers wächst. Die „Erste Adresse“ ist zunächst gedacht als eine Anlauf- und Koordinationsstelle, in der frühzeitig Information, Kommunikation, Beratung und Vernetzung stattfinden kann. In der weiteren Entwicklung soll sie Beteiligung, Engagement und Gemeinschaft unterstützen und je nach Bedarf Raum für Arbeiten, Gesellschaft und Kultur bieten. Die Größe, Form und Nutzung dieses Ortes sollen flexibel sein und sich dabei an dem entstehenden Profil des Quartiers orientieren. Die bauliche Form und Fassung der „Ersten Adresse“ wird zunächst in einem Ideen- und in der zweiten Stufe in einem Realisierungswettbewerb konkretisiert.
Mit dem Programm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus sollen investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden. Eine unabhängige Expertenjury hat aus 118 Vorschlägen bundesweit 17 Premiumprojekte ausgewählt, die insgesamt mit 41 Millionen Euro durch den Bund gefördert werden.
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