ERHÖHUNG DER BSR-TARIFE: MÜLLTRENNUNG UND MÜLLVERMEIDUNG KÖNNEN KOSTENANSTIEG DÄMPFEN

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Berlin – Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) haben heute die Erhöhung ihrer Tarife zum 1.1.2009 bekannt gegeben. Vor diesem Hintergrund rät der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) den Berliner Mieterinnen und Mietern zu verstärkter Mülltrennung und Müllvermeidung. "Damit können die Folgen der teilweise saftigen Tarifanhebungen gedämpft werden", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Wie sich die tatsächlichen Kosten für die Müllentsorgung 2009 und 2010 entwickelten, lasse sich noch nicht klar erkennen, so Burkardt. "Der Senkung der Komforttarife um zwölf Prozent stehen steigende Kosten vor allem für die Abfuhr von Müll aus 1,1-Kubikmeter-Behältern gegenüber". Mehrfamilienhäuser teurer, Einfamilienhäuser günstigerSinken werden die Tarife, die von der BSR für den Transport der Müllbehälter bis zum Müllfahrzeug berechnet werden. Burkardt: "Hiervon profitieren vor allem Einfamilienhäuser. Aber auch Altbauten, in denen die Müllbehälter im Keller oder im Hinterhof stehen, werden hierdurch etwas entlastet." Negativ wirke sich für größere Mehrfamilienhäuser die Verteuerung der Gebühren für die Entsorgung von 1,1-Kubikmeter-Müllbehältern aus. "Da die Tarife hier um fast sieben Prozent angehoben werden, dürften für die typischen Berliner Mehrfamilienmietshäuser die Kosten für die Müllentsorgung 2009 und 2010 insgesamt steigen", erwartete Burkardt. Müll vermeiden, Mülltrennung verstärkenDas beste Mittel zur Dämpfung der Aufwärtsbewegung bei den Entsorgungspreisen sei, das Müllaufkommen zu reduzieren und den anfallenden Müll so genau wie möglich zu sortieren. Burkardt: "Sonst können die Abfallmanagement-Bemühungen der Wohnungsunternehmen nicht richtig greifen." Maßnahmen seien beispielsweise die Aufstellung von Altpapier-, Glas- und Biotonnen zusätzlich zu den Tonnen für Restmüll und Leichtverpackungen. Sie könnten nur dann kostendämpfend wirken, wenn Mieterinnen und Mieter sich um eine korrekte Befüllung bemühten. Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.