Im Verlaufe des Gesprächs wurden deshalb drei Häuser ausgewählt, die signifikant höhere Heizkosten aufweisen als alle anderen Objekte. Das Büro Integral, das die Wohnbau Prenzlau zum Thema Wärmenutzung berät, wird in den kommenden Monaten deren Kostenstruktur unter die Lupe nehmen und Einsparmöglichkeiten prüfen. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen dann auf den gesamten Wohnungsbestand übertragen werden.
"Bereits mit geringem Aufwand und wenig Geld kann man große Wirkungen erzielen", weiß René Stüpmann aus Studien zu diesem Thema. Dies ist ganz im Sinne der Geislinger Konvention, der die Wohnbau Prenzlau im August 2012 beigetreten ist. Unter Führung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen/Geislingen vergleicht sie die Betriebskosten von insgesamt rund 3,5 Millionen Wohnungen, analysiert Einsparmöglichkeiten und veröffentlicht die besten Ideen.
Doch selbst die besten Ideen können ohne die Mitarbeit der Mieter kaum umgesetzt werden. Denn Untersuchungen zeigen, dass 15 bis 20 Prozent der Einsparmöglichkeiten bei den Heizkosten durch Optimierung des Nutzerverhaltens erzielt werden können. "Da ist jeder einzelne Mieter gefragt", so Stüpmann.
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