Beim Thema Heizkosten-Senkung hat die Wohnbau Prenzlau in den vergangenen Jahren viel für ihre Mieter erreicht. Doch wo liegen weitere Einsparmöglichkeiten? Diese und andere Fragen waren Thema eines Erfahrungsaustausches, zu dem René Stüpmann und weitere Führungskräfte am 14. Februar namhafte Experten nach Prenzlau eingeladen hatten.
Ein gefragter Experte auf diesem Gebiet ist Siegfried Rehberg, beim BBU Leiter des Bereiches Technik. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung berät er die Mitgliedsunternehmen des Verbandes bei vielen technischen Fragen, zum Beispiel rund um energiesparendes Bauen und Modernisieren. Gemeinsam mit Rene Stüpmann und weiteren Mitarbeitern ging Rehberg die Kostenstrukturen des Wohnungsbestandes der Wohnbau Prenzlau durch. Er zeigte sich sehr beeindruckt von der Qualität und der Aufbereitung der Daten: "Was sie für die Mieter erreicht haben, ist vorbildhaft", so Rehberg. Als kleines Beispiel diente der Fernwärmepreis für die von der Wohnbau abgerechneten Häuser, der von durchschnittlich 140 Euro pro Megawattstunde (MWh) auf rund 111 Euro/MWh reduziert werden konnte. "Doch wir wollen prüfen, welche weiteren Einsparpotentiale bestehen", hat sich Stüpmann vorgenommen. Im Verlaufe des Gesprächs wurden deshalb drei Häuser ausgewählt, die signifikant höhere Heizkosten aufweisen als alle anderen Objekte. Das Büro Integral, das die Wohnbau Prenzlau zum Thema Wärmenutzung berät, wird in den kommenden Monaten deren Kostenstruktur unter die Lupe nehmen und Einsparmöglichkeiten prüfen. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen dann auf den gesamten Wohnungsbestand übertragen werden."Bereits mit geringem Aufwand und wenig Geld kann man große Wirkungen erzielen", weiß René Stüpmann aus Studien zu diesem Thema. Dies ist ganz im Sinne der Geislinger Konvention, der die Wohnbau Prenzlau im August 2012 beigetreten ist. Unter Führung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen/Geislingen vergleicht sie die Betriebskosten von insgesamt rund 3,5 Millionen Wohnungen, analysiert Einsparmöglichkeiten und veröffentlicht die besten Ideen.Doch selbst die besten Ideen können ohne die Mitarbeit der Mieter kaum umgesetzt werden. Denn Untersuchungen zeigen, dass 15 bis 20 Prozent der Einsparmöglichkeiten bei den Heizkosten durch Optimierung des Nutzerverhaltens erzielt werden können. "Da ist jeder einzelne Mieter gefragt", so Stüpmann.
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