Wie der Berliner Tagesspiegel berichtet, steht der Energiekonzern E.ON kurz vor dem Verkauf seiner Stadtwerke-Holding Thüga, die unter anderem 36,85 Prozent an der Berliner Gasag hält. Käufer solle das kommunale Konsortium Integra sein, das ein rund drei Milliarden Euro schweres Angebot vorgelegt habe.
Wie die Zeitung berichtet, wird der Aufsichtsrat des Energiekonzerns den Verkauf auf einer Klausurtagung am 10. und 11. August beraten und ihm voraussichtlich zustimmen. Dies würde den deutschen Energiemarkt nachhaltig beeinflussen, denn in der Thüga hat E.ON Minderheitsbeteiligungen an über 100 kommunalen Versorgern gebündelt. Dem Integra-Konsortium gehören neben der Frankfurter Mainova, den Stadtwerken Hannover und der Nürnberger N-ergie rund 40 kleine Stadtwerke an. Das Konsortium will ein kommunales Energieversorgungsnetz aufbauen und dieses als Konkurrenz zu den großen Versorgern E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall etablieren.