Der deutsche Energiekonzern EON hat sich verpflichtet, sein Höchstspannungsnetz sowie Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 4.800 Megawatt an Konkurrenten zu verkaufen. Die EU-Kommission, die wegen des Verdachts überhöhter Strompreise gegen EON ermittelt hatte, nahm diese Verpflichtungszusage am 26. November an und stellte die Ermittlungen gegen EON ein.
Die Kommission hatte EON vorgeworfen, zum einen die Strompreise durch eine geringe Stromproduktion künstlich hoch zu halten. Zum andere hindere EON durch die Zugangskontrolle zu seinen Höchstspannungsnetzen Konkurrenten daran, den Verbrauchern günstigere Angebote machen zu können. Insofern missbrauche EON seine marktbeherrschende Stellung, so der Vorwurf von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Nach Angaben von EON soll der Verkauf des Netzes sowie der Kraftwerkskapazitäten im Frühjahr 2009 beginnen.