ENERGIEAUSWEIS: EFFIZIENTE LÖSUNG FÜR GEBÄUDE MIT GASETAGENHEIZUNGEN

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Berlin - Ab Juli 2008 können potenzielle Käufer und Mieter die Vorlage eines Energieausweises verlangen. Schon jetzt sucht die Wohnungswirtschaft nach effizienten Lösungen zur Erstellung verbrauchsorientierter Energieausweise. Besondere Herausforderung dabei: Gebäude mit Gasetagenheizungen. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die GASAG und die Berliner Energieagentur (BEA) haben hierfür eine aufwandsarme und damit kostengünstige Lösung vorgestellt. "Das Problem bei den Gasetagenheizungen ist, dass die benötigten Informationen Vermieter und Gasversorgungsunternehmen jeweils nur zum Teil vorliegen", erläuterte BBU-Energiereferentin Ingrid Vogler. Die Erstellung von verbrauchsorientierten Energieausweisen sei hier daher potenziell mit erheblichem Verwaltungsaufwand und damit Kosten behaftet. In Kooperation zwischen BBU, GASAG und BEA konnte nun für Berlin eine praktikable Lösung gefunden werden. Über die Internetseite www.energieausweis-fuer-berlin.de können für Gebäude mit Gasetagenheizungen verbrauchsbasierte Energieausweise einfach und schnell beauftragt werden. Mit einem eigens entwickelten Computerprogramm werden Gebäude- und die der GASAG bekannten Verbrauchsdaten zusammengeführt und auf Plausibilität geprüft. Experten der Berliner Energieagentur (BEA) erarbeiten auf Grundlage dieser Daten die Energieausweise und sprechen Modernisierungsempfehlungen aus. Dem Gebäudeeigentümer erspart das Verfahren die zeitaufwändige Recherche der Verbrauchsdaten bei den Mietern. Grundlage sei hierbei der Gesamtverbrauch eines Gebäudes, nicht aber einzelner Wohnungen. Vogler: "Der Datenschutz bleibt so in jedem Fall gewährleistet." Die ersten 36 auf diese Weise erstellten Energieverbrauchsausweise konnten am 25. Februar der WBG Wendenschloss eG in Köpenick übergeben werden.Wolfgang Augustin, bei der GASAG für dieses Serviceangebot verantwortlicher Vertriebsleiter: "Mit dem Online-Energieausweis liefern wir der Wohnungswirtschaft ein maßgeschneidertes Komplettpaket." Das Angebot sei für Liegenschaften mit Gebäuden, in denen Gasetagenheizungen installiert sind, besonders interessant. "Der Online-Energieausweis kann aber auch für alle anderen Bestände beauftragt werden", so Augustin. "Für Berlin ist aus dieser Kooperation eine beispielhafte Lösung entstanden", hob Kerstin Kallmann, Bereichsleiterin bei der BEA, hervor.Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.