EM-FEELING IN BRANDENBURG – WOHNUNGSWIRTSCHAFT SPENDET FÜR LANDESSPORTJUGEND

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Zum 20. Jubiläum der BBU- Landesgeschäftsstelle Potsdam hatte der BBU in der Einladung zur Festveranstaltung um eine Spende für das Projekt "Straßenfußball für Toleranz" gebeten – im Jahr von Fußball-Europameisterschaft und Olympischen Spielen ein besonders guter Zweck. Dem Spendenaufruf folgten die Brandenburger BBU-Mitgliedsunternehmen und  Partner der Wohnungswirtschaft großzügig: Sie spendeten mehr als 4.800 Euro für die Aktion. Der BBU stockte die Summe um 200 Euro auf, so dass für den Straßenfußball nun insgesamt mehr als 5.000 Euro zur Verfügung stehen. Aus diesem Anlass haben die BBU-Nachrichten im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft zur Einstimmung auf das nächste "Sommermärchen" ein Interview mit Sven Springborn von der Landessportjugend geführt, um über den neusten Stand zum Thema Toleranz und Straßenfußball zu informieren. BBU-Nachrichten: Was macht die Landessportjugend in Brandenburg, wie ist der Stand zum Projekt Straßenfußball?Sven Springborn: Die Arbeit im Projekt Straßenfußball umfasst im Wesentlichen die Betreuung von ca. 15 Standorten im Land Brandenburg sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Sportvereinen, die die Methode Straßenfußball als Präventions- bzw. Interventionsmethode einsetzen. Jugendliche Straßenfußballer engagieren sich vorwiegend im ländlichen Raum, organisieren eigene Straßenfußballturniere, nehmen an verschiedenen Schulungen teil und engagieren sich ehrenamtlich in regionalen und lokalen Netzwerken. Jugendliche des Projektes haben Mitte April einen eigenen Straßenfußballverein gegründet, dessen Inhalte und Ausrichtung  sie selbst mitbestimmt haben. Sie tragen damit den Gedanken des Straßenfußballs auch über die brandenburgischen Grenzen hinaus und binden nichtorganisierte  Jugendliche an den brandenburgischen Sport.Warum ist das Projekt "Straßenfußball für Toleranz" wichtig?Sven Springborn: Mit Straßenfußball kann eine Brücke zwischen Vereinsorganisierten und nichtvereinsgebundenen Jugendlichen geschlagen werden. Das Projekt fördert die Akzeptanz, die Toleranz sowie das zivilgesellschaftliche Engagement der Jugendlichen im Land Brandenburg. Mit Straßenfußball erlernen Jugendliche spielerisch soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Dialogfähigkeit, Selbstbestimmung sowie das Aushandeln und Einhalten von Regeln. Straßenfußball unterstützt die Eigeninitiative der Jugendlichen bei verschiedenen Aktivitäten in ihren jeweiligen Standorten. Mit Straßenfußball kann ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus gesetzt werden. Mit dem Projektansatz trägt die Brandenburgische Sportjugend dazu bei, dass Bewegungsräume für Jugendliche geschaffen werden und das im unmittelbaren Wohnumfeld zusätzliche Freizeit- und Bewegungsangebote entstehen. Damit können Wohngebiete aufgewertet werden.Wie ist die Entwicklung der Toleranz im Land Brandenburg?Sven Springborn: Jugendliche des Projektes engagieren sich in verschiedenen lokalen Netzwerken gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz und sind an vielen Aktionen gegen Rechtsextremismus und Intoleranz beteiligt. Damit zeigen brandenburgische Jugendliche auch in berlinfernen Regionen Flagge.Welche Projekte / Entwicklungen konnten Sie mit dem Spendengeld anschieben bzw. verwirklichen?Sven Springborn: Mit den Spendengeldern konnte die diesjährige Straßenfußballtour durch das Land Brandenburg unterstützt werden. Damit kommen die Gelder direkt bei den Jugendlichen in den Standorten an.  Zudem werden die Gelder für eine einwöchige Schiffstour auf der Oder genutzt. Hier werden die Gelder für die Übernachtung und Verpflegung der jugendlichen Teilnehmer verwandt.Mit den Spendengeldern wird auch das Straßenfußballmobil repariert bzw. ausgebaut. Das Fahrzeug wird dann landesweit den Jugendlichen in den Standorten für eigene Turniere zur Verfügung gestellt. Außerdem werden die Mittel im Rahmen der Vereinsgründung als "Startkapital" eingesetzt.Vielen Dank für das Gespräch! Straßenfußball für ToleranzDas Projekt wurde im Jahr 2000 von der Brandenburgischen Sportjugend ins Leben gerufen. Passend zur diesjährigen Fußball-Europameisterschaft wurde auf der Festveranstaltung "20 Jahre BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam" statt Geschenken um Spenden gebeten. Mit dem Projekt sollen sowohl das sportliche Talent als auch die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen gefördert werden

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 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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