EISENHÜTTENSTÄDTER WOHNUNGSBAUGENOSSENSCHAFT ERHÄLT BRANDENBURGISCHEN BAUKULTURPREIS 2011

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Am 19. Oktober hat Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger den unter Schirmherrschaft des Landes Brandenburg von Architektenkammer und Ingenieurkammer ausgelobten Brandenburgischen Baukulturpreis verliehen. Einer der Preisträger ist die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft. Sie erhält den Preis für den Umbau einer ehemaligen Großgaststätte zu ihrem neuen Unternehmenssitz. Die vom Infrastrukturministerium mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zeigt alle zwei Jahre, mit welcher Qualität in Brandenburg gebaut wurde. Über 50 Architekten und Ingenieure hatten sich mit in Brandenburg realisierten Gebäuden und Anlagen aus den Jahren 2009 - 2011 beworben.Bauminister Jörg Vogelsänger: "Baukultur ist mehr als schöne Architektur und guter Städtebau. Es geht vielmehr darum, in welchem Umfeld wir leben wollen. Dazu gehört vor allem die Frage, wie man zu einer hohen Qualität des Bauens kommt. Es geht um eine Prozesskultur, die die komplexen Planungs- und Bauaufgaben von heute bestmöglich löst. Anders gesagt: Qualität ist immer dann leicht zu erreichen, wenn sie bereits bei der Idee sowie der Planung und Durchführung von Projekten berücksichtigt wird. Der Preis zeigt, mit welcher Qualität in den vergangen Jahren in Brandenburg gebaut wurde."Bernhard Schuster, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: "Der Respekt vor dem Ort, das Selbstbewusstsein der Planung, die unaufgeregte Reduzierung von Funktion, Konstruktion und Gestaltung auf einen wesentlichen Kern sowie ein hohes Maß an Sinnlichkeit kennzeichnen die prämierten Bauwerke. Sie sind beispielgebend im besten Sinne des Wortes."Wieland Sommer, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: "Generationengerechte Planungen, hohe Funktionalität, Energieeffizienz und neue konstruktive und technische Systeme kommen bei den eingereichten Arbeiten zum Tragen. Die kreative Kooperation von Architekten und Ingenieuren hat Ergebnisse von herausragender Qualität hervorgebracht."Preisträger in der Kategorie Umbau: "Aktivist" in Eisenhüttenstadt Verfasser: Sirko Hellwig (Hoch- und Tiefbau Architekten und Ingenieure, Eisenhüttenstadt) Bauherr: Eisenhüttenstädter WohnungsbaugenossenschaftZwanzig Jahre nach Schließung der legendären Großgaststätte entstand in dem neoklassizistischen Putzbau von 1953 die Zentrale des Wohnungsunternehmens. Die Wärme¬dämmung der Fassaden und die Einfügung von Büros in die Säle zeugen von einem hohen denkmalpflegerischen Anspruch. Über der wieder eröffneten Bierstube setzt ein gläserner Kubus moderne Akzente.Preisträger in der Kategorie Neubau Wohnen: Haus in Märkisch Buchholz Verfasserin: Birgit Wessendorf (Architekturbüro Wessendorf, Berlin) Bauherr: Michael WessendorfAn der Nahtstelle zwischen Siedlungs- und Landschaftsraum beeindruckt das Gebäude durch einen selbstbewussten Baukörper, der zugleich seine Umgebung respektiert. Die Holztafelkonstruktion – innen weiß lasiert, außen mit Zedernholz belegt – wirkt reduziert, auf das Wesentliche beschränkt. Alles im Haus hat seinen logischen Ort. Grundstück, Haus und Landschaft sind vielfältig miteinander verwoben.Preisträger in der Kategorie Neubau Sozial- und Gewerbebau: Leibniz-Haus Potsdam in Potsdam Verfasser: Stefan Tebroke, Bruno Vennes (BHBVT Gesellschaft von Architekten, Berlin) Bauherr: Leibniz-Institut für AstrophysikAusdrucksstärke und Eleganz kennzeichnen des Institutsneubau, dessen beträchtliche Baumasse in der gewählten Grundrissform präsent ist, ohne sich aufzudrängen. Diese Form erzeugt im Inneren spannungsvolle Raumerlebnisse vor allem dort, wo der äußere Ring der Räume auf die rechtwinklige Struktur des zentralen Kernbereichs trifft. Hier liegen auch die Kommunikationszonen.Preisträger in der Kategorie Infrastruktur: Lange Brücke in Potsdam Verfasser: Henry Ripke, Thomas Klähne (Arbeitsgemeinschaft Klähne Ingenieure + Ripke Architekten, Berlin) Bauherr: Stadt PotsdamBei der verkehrlichen Umorganisierung der historischen Innenstadt spielte zum einen die Funktionalität eine große Rolle, zum anderen sollte die Erweiterung des vorhandenen Brückenbauwerks sich in das Stadtbild als Ensemble einfügen. Dies gelang mit schwungvollen, zur Stadt hin kleiner werdenden Bögen, die im übertragenen Sinne einen Steinwurf auf der Wasseroberfläche darstellen.Anerkennungen erhielten ein Wohnhaus in Potsdam, ein Kindergarten in Bergfelde, der Wasserturm von Finow und die Landschaftsarchitektur der Freundschaftsinsel, angrenzend an die Lange Brücke in Potsdam.Zum Brandenburgischen Baukulturpreis ist eine Broschüre erschienen, die erhältlich ist bei der Brandenburgischen Architektenkammer (Telefon 0331-275910, info@ak-brandenburg.de) der der Brandenburgischen Ingenieurkammer (Telefon 0331-743180, info@bbik.de).

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 Kerstin Braun
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