"Die Wirtschaftskrise kommt immer mehr auch in der Hauptstadtregion an." Das sagte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt angesichts des deutlichen Rückgangs der Umsätze im Berliner und brandenburgischen Einzelhandel. Die Einzelhandelsumsätze gelten als wichtige Stimmungsindikatoren.
Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg sanken die Einzelhandelsumsätze im Land Brandenburg im Februar im Vorjahresvergleich real um 3,6 Prozent. In Berlin fiel der Rückgang mit 2,1 Prozent etwas schwächer aus. Mit Ausnahme des Versand- und Internethandels schrumpften die Umsätze in allen erfassten Bereichen. Gleichzeitig nahm die Prekarisierung der Beschäftigung im Einzelhandel weiter zu. So sank im Land Brandenburg die Zahl der Vollzeitstellung um über sechs Prozent, während die der Teilzeitstellen um zwei Prozent zulegte. Im Berliner Einzelhandel stieg die Zahl der Beschäftigten zwar an. Davon profitierten jedoch vor allem die Teilzeitstellen, deren Zahl um 3,5 Prozent zunahm. Bei den Vollzeitstellen fiel das Wachstum mit 0,3 Prozent deutlich geringer aus. Burkardt: "Die Menschen sind zunehmend von den schlechten Wirtschaftsnachrichten verunsichert. Das schlägt sich jetzt in den deutlich rückläufigen Einzelhandelsumsätzen nieder."