Ein Zuhause für die Sieger von morgen

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Der große Schlüssel passte zur Bedeutung des Projektes: Als am 10. September der Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH, Horst Müller-Zinsius, gemeinsam mit der brandenburgischen Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Dr. Martina Münch, das neue „Haus der Athleten“ im Luftschiffhafen symbolisch an die Nutzer übergab, ließ sich der Schlossöffner wegen seiner Dimensionen gerade noch so halten. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, die Wohnheimleiterin Miriam Levy und Weltmeister-Triathletin Laura Lindemann nahmen den Schlüssel dankend entgegen 

Die ersten Zimmer im neuen Zuhause der Sieger von morgen sind bereits bezogen. Insgesamt stehen 120 Plätze in Wohngruppen sowie 30 weitere in Ein- und Zwei-Bett-Zimmern zur Verfügung. Die Investitionskosten für das Haus der Athleten, das Ersatz für drei veraltete, bereits abgebrochene Heime ist, belaufen sich auf mehr als 8,5 Millionen Euro. Etwa 3,7 Millionen davon trägt über die ProPotsdam die Landeshauptstadt, rund 3 Millionen stammen aus den Mitteln des brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und mit ca. 1,75 Millionen unterstützt das Bundesministerium des Inneren das Projekt.

In seiner Rede bezog sich Horst Müller-Zinsius auf das Motto der Bewohner. „An einer Wand steht hier ‚We do fun‘“, sagte er. „Und Spaß werden die jungen Sportler hier auf jeden Fall haben, da bin ich sicher.“ Der Geschäftsführer des Bauherren verwies auch auf eine Neuerung: „Um etwas gegen den Geruch verschwitzter Sportkleidung und für das Wohlfühlen zu tun, haben wir sogar belüftete Schuh-Schränke eingebaut.“

Oberbürgermeister Jann Jakobs lobte die planerische Leistung beim Bau des neuen Sechsgeschossers: „Ich ziehe den Hut vor allen Beteiligten angesichts dieses Ergebnisses.“ Vor dem Hintergrund, dass etwa 70 Prozent der Schüler der Sportschule aus anderen Bundesländern kämen, wäre es umso wichtiger, dass diese sich heimisch fühlen würden.

Martina Münch zeigte sich ebenfalls begeistert von der Gestaltung des Hauses der Athleten: „Es hat etwas futuristisches, fast wie ein Schiffsbug.“ Den Bewohnern und Betreuern des Wohnheims gab die Ministerin eine Hoffnung mit auf den Weg: „Ich wünsche mir, dass Sie hier Ihre Träume verwirklichen können.“

Wilfried Lausch, Leiter des Olympiastützpunktes Brandenburg, dankte den am Bau Beteiligten ausgiebig: „Wenn man sieht, welche enorme Entwicklung das Areal seit dem Jahr 2009 gemacht hat, ist das schon unglaublich.“ Besonders hob Lausch aus dem Kreis der Verantwortlichen Andreas Klemund, Geschäftsführer der Luftschiffhafen GmbH und Leiter des Olympiastützpunktes Potsdam, hervor: „Ohne Dein Engagement wäre es nicht gegangen.“ Zuvor hatte bereits Oberbürgermeister Jann Jakobs die Arbeit Klemunds gelobt.

Seit dem Jahr 2009 gehört der Sportpark Luftschiffhafen zum Unternehmensverbund ProPotsdam und wird von Andreas Klemund geleitet.