Der Dresdner Stadtrat hat am Abend des 9. März den Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Woba an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Fortress gebilligt. Der Kaufpreis für die 48.000 Wohnungen und 1.300 Gewerbeeinheiten der Woba beträgt 1,74 Milliarden Euro.
Nach Medienberichten wurden in der Abstimmung bei einer Enthaltung 40 Stimmen für, 29 Stimmen gegen den Verkauf abgegeben. Der durchschnittliche Preis pro Wohneinheit beträgt demnach 35.800 Euro. Nach Abzug der Woba-Verbindlichkeiten bleiben der Stadt 982 Millionen Euro Reinerlös. Damit kann die Stadt ihre Schulden in Höhe von 741 Millionen Euro tilgen und wird somit die erste schuldenfreie deutsche Großstadt werden. Nach dem Erwerb der Gagfah (82.000 WE) und der Nileg (28.500) wird Fortress durch den Woba-Kauf in Deutschland über insgesamt 158.000 Wohnungen verfügen.