In der Beurteilung der Jury hieß es, dass es der Arbeit des Büros Bruno Fioretti Marquez Architekten gelinge, mit großer Selbstverständlichkeit die städtebauliche Struktur des Stadtteils zu ergänzen.
Mit einer Wohnzeile und einem Punkthochhaus gelinge es - trotz maximaler Dichte - die geringste Beanspruchung von Fläche und Waldbestand bei weitestgehender Offenheit und Durchlässigkeit. Insgesamt sei von dem Entwurf eine städtebaulich, architektonisch und wohnungswirtschaftlich
überzeugende Abrundung des Stadtteils zu erwarten.
Die Bedingungen des Wettbewerbs wurden vorher eng mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt, da für das Areal kein gültiger Bebauungsplan vorliegt. Die Lage direkt am Wald mit dem vorhandenen Baumbestand auf dem Grundstück sowie der nordwestliche Abschluss der Waldstadtbebauung stellen eine besondere Herausforderung an die Architekten dar. Zum Wettbewerb wurden fünf im Wohnungsbau erfahrene Architekturbüros aus Potsdam und Berlin eingeladen, die fristgerecht ihre Entwürfe eingereicht haben. Diese begeistern mit sehr unterschiedlichen, spannenden Ideen zur Architektur und zum Leben in der Genossenschaft.
Nach Auswertung der Arbeiten können auf dem Grundstück etwa 60 bis 80 Wohnungen in mehrgeschossigen Wohnhäusern entstehen, die besonders für Familien mit Kindern geeignet sind. Aber auch altersgerechtes und barrierefreies
Wohnen wird möglich sein. Darüber hinaus wurden nach Vorgabe auch Vorschläge für besondere genossenschaftliche Wohngemeinschaften und Gemeinnutzungen gemacht.
Visualisierung: Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin
Foto: WG Karl Marx eG
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