DIE IMMOBILIENWIRTSCHAFT – DER UNSICHTBARE RIESE

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Jeder zwölfte Arbeitsplatz in Deutschland steht im Zusammenhang mit dem Bau, Kauf, Erhalt oder der Bewirtschaftung von Grundstücken, Häusern und Straßen. Damit ist die Immobilienwirtschaft ein "Hidden Champion" unter den Sub-Sektoren der deutschen Wirtschaft. Dies ist das Ergebnis des ersten umfassenden Gutachtens zur Bedeutung der Immobilienbranche, das das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung und der Bundesarbeitsgemeinschaft der deutschen Immobilienwirtschaft kürzlich in Frankfurt/Main vorstellte. Zum Umfeld der Immobilienwirtschaft zählt das Institut demnach die rund 2,25 Millionen Jobs in der Bauwirtschaft, die knapp 400.000 Erwerbstätigen im Sektor Grundstücks- und Wohnungswesen und die 369.000 aus dem Bereich Unternehmensbezogene Dienstleistungen. Hinzu kommen 41.000 Stellen bei der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung, 14.000 im Kreditgewerbe und 14.000 weitere Beschäftigungsverhältnisse. Arbeitsplätze in den Bereich der Hypothekenbanken, Architektur und Bausparkassen sind hier noch nicht eingerechnet.       Die von den Wohnungs- und Immobilienunternehmen erzielte Wertschöpfung beläuft sich demnach auf jährlich rund 250 Milliarden Euro, was einem Anteil von 13 Prozent an der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung entspricht. Zum Vergleich: Der Anteil der gesamten Landwirtschaft beläuft sich auf gut ein Prozent. Die 39 Millionen Wohnungen verkörpern einen Wert von 7,14 Billionen Euro, davon 3,37 Billionen für selbst genutztes oder vermietetes Wohneigentum der privaten Haushalte. 2,14 Billionen Euro entfallen auf Wohnungen im Eigentum von Unternehmen, kommunalen Gebietskörperschaften  und Wohnungsgesellschaften. Insgesamt verfügt Deutschland mit rund 22 Millionen Mietwohnungen über den größten Wohnungsmarkt in Europa.