DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT ERHOLT SICH IM DRITTEN QUARTAL WEITER

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Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im dritten Quartal 2009 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,7% höher als im Vorquartal. Damit setzte sich der leichte Aufwärtstrend aus dem zweiten Quartal (+ 0,4%) fort: Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach dem starken Einbruch im Winterhalbjahr weiter. Gestützt wurde die Wirtschaftsentwicklung vor allem von den Investitionen: In Bauten wurde um 1,5 Prozent mehr investiert als im Vorquartal, in Ausrüstungen um 0,8 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen stabilisierten sich damit nach dem Einbruch im ersten Quartal (- 18,5%) auf niedrigerem Niveau. Positive Impulse kamen zudem von den Warenexporten, die um 4,9 Prozent stiegen. Da aber gleichzeitig die Warenimporte um 6,5 Prozent anzogen,  bremste der daraus resultierende Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum (negativer Wachstumsbeitrag von - 0,5 Prozentpunkten). Durch den gleichzeitigen Aufbau von Lagerbeständen wurde dieser Effekt jedoch mehr als kompensiert (Wachstumsbeitrag: + 1,5 Prozentpunkte). Die Konsumausgaben erwiesen sich insgesamt als Wachstumshemmnis: Während die privaten Haushalte um 0,9 Prozent weniger für ihren Konsum ausgaben als in den Monaten April bis Juni, stiegen die Konsumausgaben des Staates leicht an (+ 0,1%).Veränderung gegenüber dem Vorquartal (Quelle: Destatis) BIP (bereinigt, verkettet) 2008 2009 1.Vj 2.Vj 3.Vj 4.Vj 1.Vj 2.Vj 3.Vj 1,6% - 0,6% - 0,3% - 2,4% - 3,5% 0,4% 0,7%    Das BIP im VorjahresvergleichIm Vergleich zum Vorjahr ist das BIP wiederum deutlich gesunken und lag um 4,7 Prozent niedriger als im dritten Quartal 2008. Damit fiel das Minus jedoch schwächer aus als noch im zweiten Quartal 2009 (kalenderbereinigt - 5,8% gegenüber dem Vorjahresquartal), dennoch ist das Ausmaß der Wirtschaftskrise nach wie vor deutlich erkennbar.Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche war im dritten Quartal um 5,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Abgesehen vom Baugewerbe sowie von den öffentlichen und privatenDienstleistern war dabei die von den einzelnen Wirtschaftsbereichen erbrachte Leistung zum Teil deutlich geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insbesondere im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) war noch keine Erholung erkennbar: Der starke Einbruch in der ersten Jahreshälfte setzte sich fort, die preisbereinigte Bruttowertschöpfung war um 16,5 Prozent niedriger als im dritten Quartal 2008. Die im Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister erbrachte Wirtschaftsleistung war um 1,7 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dagegen erzielten das Baugewerbe (+ 1,9%) sowie die öffentlichen und privaten Dienstleister (+ 0,8%) im Berichtsquartal als einzige Bereiche ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr.Im Berichtsquartal wurde um 20,8 Prozent weniger in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge investiert als im dritten Quartal 2008. Die Bauinvestitionen scheinen sich dagegen etwas erholt zu haben: Sowohl in Wohnbauten als auch in Nichtwohnbauten wurde wieder mehr investiert (insgesamt + 2,0%).Im Gegensatz zu den Bruttoinvestitionen trugen die Konsumausgaben positiv zur Wirtschaftsentwicklung bei (+ 0,7%). Die Konsumausgaben des Staates waren um 2,4%, die privaten Konsumausgaben allerdings nur noch um 0,2% höher als im dritten Quartal 2008. Der positive Effekt der so genannten Abwrackprämie auf die Kraftfahrzeugkäufe war geringer als noch im zweiten Quartal des Jahres. Die preisbereinigten Ausgaben für Verkehr und Nachrichtenübermittlung - diesem Verwendungszweck werden auch die privaten Kraftfahrzeugkäufe zugeordnet - waren aber immer noch um 5,0 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.