DIBKOM-ZERTIFIKAT SOLL DIE INVESTITIONSSICHERHEIT BEI TV-KABELNETZEN ERHÖHEN

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Führende Vertreter von Kabelnetzbetreibern, der Wohnungswirtschaft und aus der Industrie haben auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass sie künftig für den Aufbau und die Aufrüstung von Kabelnetzen verstärkt Handwerksunternehmen beauftragen werden, die vom Deutschen Institut für Breitbandkommunikation (dibkom) zertifiziert sind. Das dibkom-Zertifikat soll die Eignung eines Fachbetriebes bzw. einer Fachkraft, Multimedia-Kabelnetze fachgerecht aufzubauen, in Betrieb zu nehmen und Wartungsarbeiten bedarfsgerecht durchzuführen, gewährleisten.Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. hat die Initiative der Kabelnetzbetreiber begrüßt. „Die Beauftragung zertifizierter Unternehmen bietet mehr Sicherheit für Investitionen der Wohnungsunternehmen und führt gleichzeitig zu einer höheren Zufriedenheit der Mieter, wenn Programme und Dienste störungsfrei bis an die Antennendosen in den Wohnungen übertragen werden,“ betonte GdW-Präsident Lutz Freitag. Der GdW werde den Wohnungsunternehmen empfehlen, das dibkom-Zertifikat bei Ausschreibungen und Auftragsvergaben zu berücksichtigen.„Die KDG wird nach einer Übergangsfrist bei zukünftigen Auftragsvergaben auf das dibkom-Zertifikat achten,“ kündigte Dr. Norbert Thöry, CTO der Kabel Deutschland GmbH, in Frankfurt an. Auch der Verband Privater Kabelnetzbetreiber e.V. sieht das Zertifikat für seine Mitgliedsunternehmen als Chance: „Die ANGA hat Qualifikation und Weiterbildung schon immer als wesentlich für die Qualitätssicherung in den Kabelnetzen angesehen. Das dibkom-Zertifikat bietet uns nun die Möglichkeit, verstärkt mit solchen Handwerkern zusammen zu arbeiten, die nachweislich über entsprechende Qualifikationen verfügen,“ so Präsident Thomas Braun.Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) begrüßen ebenfalls die Initiative. Unterstützt wird die Selbstverpflichtung der Kabelnetzbetreiber zudem von den Interessenvertretungen des Handwerks und der Industrie. Der Fachverband Kabel & Satellit im ZVEI Zentralverband für Elektrotechnik- und Elektronikindustrie betonte die Notwendigkeit der Verbindung von qualifizierter Ausführung und hochwertigem Material.Zusätzliche Sicherheit für Netzbetreiber und Konsumenten biete das Original Klasse A-Zeichen, ein geschütztes Qualitätssiegel, das nur nach Unterzeichnung eines selbstverpflichtenden Nutzungsvertrages von Herstellern eingesetzt werden darf.Hintergrund der Aktion ist, dass die Leistungsfähigkeit und somit die Nutzungsmöglichkeiten von Breitbandnetzen weitgehend durch den Modernisierungsgrad der Infrastruktur bestimmt wird. Die ständig fortschreitende Digitalisierung ermöglicht umfangreiche Mehrwertangebote. Individuelle interaktive Angebote, ein schneller  Internetzugang, Telefonie über Internet (VoIP), elektronische Programmführer (EPG) und die elektronische Videothek sind nur einige Beispiele, die in ihrer Vielfalt über DVB-S (digitales Fernsehen über Satellit) und DVB-T (terrestrisches digitales Fernsehen) nur mitEinschränkungen realisierbar sind.Damit hochleistungsfähige Breitbandnetze als „Multimedia-Kabelnetze“ Programme und Dienste in optimaler Qualität und hoher Verfügbarkeit übertragen können, muss der Auf- und Ausbau mit großer Präzision und Fachkenntnis erfolgen. Dies gilt für das verwendete Material, aber ebenso für die Installations- und Wartungsarbeiten. Fachkräfte benötigen Qualifikationen, die in den bisherigen beruflichen Ausbildungsplänen nicht enthalten sind. Hier setzt die Arbeit der dibkom an. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass in den Netzen eine unerwünschte Störstrahlung vermieden werden kann.Das aktuelle Fachwissen über die Planung und Installation von Multimedia-Kabelnetzen ist Bestandteil des „Kabelnetz-Handbuches“, das auf der Pressekonferenz vorgestellt wurde. Das 180 Seiten umfassende Werk wurde unter dem Dach der dibkom unter Mitwirkung von ANGA, GdW, KDG, H:\Multimedia\dibkom\dibkom-Zertifikat.doc 2 ZVEH und ZVEI erstellt. Das Fachbuch ist für 15,00 €, die entsprechende CD für 8,50 € zzgl. Versandkosten bei der dibkom erhältlich.Zur dibkom: Das Deutsche Institut für Breitbandkommunikation (dibkom) ist ein Zertifizierungsinstitut für Fachkräfte und Fachbetriebe. Es können fünf Personen- und drei Firmenzertifikate erworben werden. Die Kosten für die Personenzertifikate belaufen sich auf 230 bzw. 250 Euro, die Firmenzertifikate liegen bei 750 bzw. 2.300 Euro. Die Schulung selbst erfolgt über Einrichtungen, die ein spezielles Zertifikat aufweisen müssen. Weitere Informationen unter www.dibkom.org.