DEZENTRALE STROM- UND WÄRMEVERSORGUNG MIT MIKROKRAFTWERKEN - GASAG STARTET FELDVERSUCH

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Seit dem 23.März testet die Berliner GASAG in einem zweijährigen Feldversuch die Einführung von Mikroheizkraftwerken. Die Geräte von der Größe eines Geschirrspülers produzieren auf Erdgasbasis gleichzeitig Wärme und Strom. Ziel ist es, die Geräte ab 2008 in großer Stückzahl in Berlin zu installieren. Im Rahmen des Feldtest sollen in insgesamt zehn Berliner Haushalten, Gewerbebetrieben und öffentlichen Einrichtungen Mikrokraftwerke kostenlose installiert werden, wobei die GASAG außerdem für zwei Jahre sämtliche Wartungs- und Instandhaltungskosten übernimmt. Bewerbungen für die Teilnahme am Feldtest nimmt die GASAG bis zum 15. Mai entgegen.Mit der ersten Anlage wolle man ein Zeichen für die Markteinführung dieser modernen Technologie zur sparsamen Energienutzung in Berlin setzen, so GASAG-Vorstand Andreas Prohl. Vom breiten Einsatz der Technologie sei eine deutliche Senkung des CO2-Ausstosses zu erwarten. Denn: Im Vergleich zur getrennten Wärme- und Stromversorgung könne mit den neuen Anlagen pro Haushalt rund eine Tonne CO2 pro Jahr vermieden werden. Die in Neuseeland entwickelten und künftig in Deutschland produzierten Mikrokraftwerke würde somit Perspektiven einer dezentralen und umweltfreundlichen Strom- und Wärmeproduktion in Berlin eröffnen.Die Mikrokraftwerke wurden von der neuseeländischen Firma WhisperGen entwickelt. Sie arbeiten nach dem so genannten Stirling-Prinzip, das auf einem geschlossenen Wärme-Kraft-Prozess beruht, bei dem ein gasförmiges Arbeitsmedium durch Wärmezufuhr ausgedehnt wird und dadurch einen Kolben antreibt. In diese Technik werden weltweit hohe Erwartungen gesetzt, da hiermit Strom und Wärme unmittelbar beim Verbraucher erzeugt und so Leitungsverluste weitgehend vermieden werden. Die Technik arbeitet besonders umweltschonend und Kosten sparend, da sie die eingesetzte Energie effizient in Wärme und Strom umwandelt.