Am 3. Mai 2011 haben die PRO POTSDAM GmbH und die Stadt Potsdam eine Vereinbarung zur Durchführung des Modellprojektes "Flexible Miet- und Belegungsbindung" beschlossen. Dieses Modellprojekt ist Bestandteil einer komplexen Maßnahme, durch die die Stadt Potsdam ihre Bau- und Wohnungsholding bis 2019 von einer jährlichen Gewinnabführung in Höhe von zwei Millionen Euro befreit und die Gesellschaft sich im Gegenzug verpflichtet, dieses Geld in die Sanierung des Bestandes, den Bau neuer Wohnungen und die Subventionierung von Sozialwohnungen zu stecken.
Landeshauptstadt und PRO POTSDAM GmbH reagieren damit im Rahmen des "Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen" auf die angespannte Situation. Mit dem Projekt soll getestet werden, welche Potentiale durch den Einsatz finanzieller Mittel in vorhandenen Wohnungsbeständen erschlossen werden können.250.000 Euro werden für eine Gesamtlaufzeit von sechs Jahren dafür bereit gestellt. Anders als bei der klassischen Wohnraumförderung sollen von diesem Modellprojekt einkommensschwache Haushalte stärker von der Förderung profitieren. Dies jedoch nur so lange, wie es aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation erforderlich ist. Dafür wird die marktübliche Miete ausgewählter Wohnungen abgesenkt und durch regelmäßige Einkommensüberprüfung nach drei, spätestens nach fünf Jahren sichergestellt, dass nur bedürftige Haushalte in den Genuss der Vergünstigungen kommen. Dies wird durch eine enge Zusammenarbeit des Bereiches Wohnen mit der PRO POTSDAM GmbH sichergestellt. Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte, gibt es darüber hinaus Gespräche mit der Landesregierung, die darauf abzielen, künftig auch vom Land geförderte Wohnungen sowohl im Bestand, als auch im Neubau nach einem ähnlichen Modell mit flexibleren Miet- und Belegungsbindungen zu versehen.BBU-Vorstand Maren Kern: " Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, das könnte ein Modell für die Zukunft werden, da eine Flexibilisierung dringend erforderlich ist. Zugleich macht die Vereinbarung deutlich: Ein Erfolg kann sich nur dann einstellen, wenn beide, Stadt und Unternehmen, einen Beitrag dazu leisten"
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