DEUTSCHE HABEN HEIZVERHALTEN AN GESTIEGENE ENERGIEKOSTEN ANGEPASST

PDF
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat ihr Heizverhalten an die gestiegenen Energiekosten angepasst. Dies ergab eine repräsentative Umfrage von tns Emnid im Auftrag der Deutschen Annington, Deutschlands größtem Wohnungsunternehmen, unter mehr als 1.000 Mietern in Deutschland. 59 Prozent der Befragten gaben demnach an, ihr Heizverhalten durch Senkung der Heiztemperatur angepasst zu haben, 44 Prozent drehen die Heizung ab, wenn niemand daheim ist. 28 Prozent der Mieter beheizen sogar nur noch ein Zimmer in ihrer Wohnung. 15 Prozent der Befragten reagieren auf die gestiegenen Heizkosten, indem sie ihre Wohnung weniger lüften. Nur 21 Prozent der Mieter in Deutschland haben ihr Heizverhalten nicht angepasst.Die Auswertung nach Bundesländern ergab, dass die Mehrheit der Mieter aus Brandenburg (82%), Schleswig-Holstein (72%) und Nordrhein-Westfalen (63%) die Heiztemperatur in ihrer Wohnung gesenkt haben, während nur 46% der Bayern und 45% der Berliner die Raumtemperatur angepasst haben  ([Bundesdurchschnitt: 59%).Das Abstellen der Heizung bei Abwesenheit ist eine weitere beliebte Spar-Maßnahme in Brandenburg (66%), Sachsen-Anhalt (56%) und Thüringen (55%). Hingegen drehen nur 32 Prozent der Berliner und 30 Prozent der Schleswig-Holsteiner die Heizung ab, wenn sie nicht daheim sind, und liegen damit unter dem Bundesdurchschnitt von 44 Prozent.Überdurchschnittlich viele Mieter Berlins (40%) und Hamburgs (34%) beheizen nur noch ein Zimmer, jedoch nur 25 Prozent der Baden-Württemberger, Bayern und Niedersachsen bedienen sich dieser Maßnahme. Im Bundesdurchschnitt gaben dies 28 Prozent der Befragten an. Die Mieter in Sachsen-Anhalt (22%), Sachsen (20%) sowie Rheinland-Pfalz (20%) haben sich vermehrt dazu entschlossen, aufgrund der gestiegenen Heizkosten weniger zu lüften. Jedoch nur zwei Prozent der Schleswig-Holsteiner und neun Prozent der Hamburger haben diese Maßnahme ergriffen  (Bundesdurchschnitt: 15%).32 Prozent der Befragten in Bayern und 28 Prozent der Befragten in Berlin gaben an, nicht auf die gestiegenen Energiekosten reagiert zu haben. Untätig waren jedoch nur neun Prozent der Brandenburger und elf Prozent der Schleswig-Holsteiner, die damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 21 Prozent liegen. Methodik der Umfrage: Zwischen dem 22. und dem 26. Oktober 2009 wurden 1.048 Mieter in Deutschland befragt, ob sie ihr Heizverhalten an die gestiegenen Energiekosten angepasst hätten. Die Befragten hatten dabei die Möglichkeit, aus sechs vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zu wählen: "ja, durch Senkung der Heiztemperatur in der Wohnung", "ja, indem die Heizung ganz abgedreht wird, wenn niemand zu Hause ist", "ja, indem nur noch ein Zimmer beheizt wird", "ja, indem weniger gelüftet wird", "nein, habe ich nicht", "weiß nicht, keine Angabe". Mehrfachnennungen waren möglich.