Gegenwärtig steht in Potsdam die Erstellung des qualifizierten Mietspiegels kurz vor dem Abschluss. Im zuständigen Arbeitskreis arbeitet neben der Stadt und den Vermietern auch die Landesgeschäftsstelle des BBU mit. Um den jüngst zu lesenden Negativschlagzeilen zum Mietspiegel zu begegnen, gab der Arbeitskreis am 8. Februar eine Presseerklärung heraus.
In ihr heißt es, auf den gesetzlichen Grundlagen basierend, werde der Mietspiegel einen aktuellen Überblick über die ortsüblichen Vergleichsmieten bieten. Damit sei er weder ein Instrument für Preistreiberei, noch zur Beeinflussung von Mietpreisentwicklungen."In bewährter Art und Weise und in einer Atmosphäre großer Sachlichkeit und vertrauensvoller Zusammenarbeit konnte der Arbeitskreis Mietspiegel die Datenerfassung und Auswertung für einen neuen Mietspiegel im Wesentlichen abschließen und den inhaltlichen Rahmen für seine Gestaltung abstimmen." so der Sprecher des Arbeitskreises Mietspiegel, Hans-Jochim Böttche. Dabei konnte auf in der Vergangenheit bewährte Arbeitsprinzipien zurückgegriffen werden."Ich gehe davon aus," so Böttche, "dass der neue Mietspiegel für Potsdam Ende des ersten Quartals veröffentlicht werden wird und dass alle an der Erarbeitung Beteiligten – Vermieter, Mieterorganisationen und Kommune – diesen Mietspiegel gemeinsam mittragen werden. Der Arbeitskreis beabsichtigt, den Mietspiegel dann unverzüglich im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorzustellen."Er könne für den Arbeitskreis erklären, dass es für Schuldzuweisungen an die Adresse der beteiligten Akteure im Hinblick auf Vorgehensweise und Wahl des Zeitpunktes der Erstellung eines Mietspiegels weder Anlass, noch sachliche oder inhaltliche Gründe gäbe. Der für die Mietspiegelerstellung gültige rechtliche Rahmen sei in der Vergangenheit wie in der Gegenwart stets genauestens eingehalten worden."Der Mietspiegel ist letztlich eine Übersicht über die in den zurückliegenden vier Jahren erzielten Mieten im frei finanzierten Mietwohnungsbestand – nicht mehr, aber auch nicht weniger." so der Sprecher des Arbeitskreises. "Damit kann er auch der Erwartung gerecht werden, Transparenz zu erzeugen und streitmindernd zu wirken." Die Erfahrung zeige, dass auch der derzeit noch uneingeschränkt gültige Potsdamer Mietspiegel diese Funktion bisher stets erfüllt habe. "Der Mietspiegel ist weder ein Instrument zur Preistreiberei, noch zur Einflussnahme oder Preislenkung. Vorwürfe, er werde Mieterhöhungen auf breiter Front Tür und Tor öffnen, sind unsachlich und entbehren jeglicher sachlicher Grundlage." so Böttche.