Fassadenmaler mögen bekanntlich die Augentäuschung. Deshalb gibt es auch auf der Giebelwand an der Coburger Straße einige täuschend echte Fenster mit freundlich dreinschauenden, aber fiktiven Nachbarn und vor dem Durchblick in das alte Dorf Seegefeld läuft ein Junge mit einem Drachen scheinbar vor dem Bild entlang. "Das ist ein Giebel, auf den man schaut", freut sich Ralf Zimmermann.
Künstlerisch federführend für das Wandbild war die Künstlergruppe CitéCréation, die erstmals in den 1970er Jahren im französischen Lyon mit monumentalen Wandbildern Aufsehen erregte. Inzwischen umfasst die Gruppe rund 80 Künstler, die bereits mehr als 600 Gebäudefassaden mit großflächigen Malereien ausstatteten. Diese Bilder sind nach dem Selbstverständnis der Künstler "von starker kultureller Identität, sie folgen ihrer Berufung zu verschönern und zu verzaubern, Gebäude in ein anderes Licht zu setzen, um der breiten Öffentlichkeit Träume zu geben, Vergnügen zu bereiten und Stolz zu verleihen."
Die Wohnungsgenossenschaft Falkenhorst, die in Falkensee viel Beifall für das dekorative Giebelbild erhielt, hat in jüngster Zeit mehrfach bewiesen, dass sie im Kontext des genossenschaftlichen Lebens neue Wege gehen will. Erst vor wenigen Monaten wurde auf ihre Initiative und in Kooperation mit der Stadt Falkensee, der stadteigenen Wohnungsgesellschaft Gegefa und dem Arbeiter-Samariterbund das Projekt eines Wohngebietstreffs realisiert, der vor allem auf die Bedürfnisse von Senioren in ihrem Wohnumfeld ausgerichtet ist. Für das im Mai eröffnete Familiencafé Falkenhorst wurde mit einem Investitionsaufwand von 220.000 Euro ein 180 Quadratmeter großer Neubau errichtet.
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