degewo will bis 2025 11.000 neue Wohnungen bauen. Das ist ein deutliches Plus gegenüber den bislang geplanten Baumaßnahmen. Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat degewo in den vergangenen Monaten eine Strategie zur Senkung der Baukosten entwickelt. Denn Baukosten und Mieten stehen in einem direkten Verhältnis. Je geringer die Baukosten ausfallen, desto niedrigere Mieten kann degewo im Neubau anbieten. „Wir können mehr bezahlbare Wohnungen bauen, wenn wir die Baukosten deutlich reduzieren und damit Spielräume für niedrige Neubaumieten gewinnen“, erklärte Kristina Jahn.
Das Wohnungsbauunternehmen wird künftig mehr Leistungen im Planungsprozess selbst erbringen. Außerdem wird degewo flächeneffizienter und intelligenter bauen. Dies soll beispielsweise mit kompakten Grundrissen, optimaler Flächenausnutzung, funktionalen Fassaden und optimierten Erschließungen gelingen. 80 Prozent der Neubaumieten sollen zwischen 6,50 und 10,50 Euro nettokalt liegen. „Unsere Projekte belegen, dass Wohnungsbau für unter 10 Euro pro Quadratmeter möglich ist“, sagte Kristina Jahn. Aktuell befinden sich bei degewo gut 500 Wohnungen im Bau.
Neubau darf aber nicht zu Lasten des Bestands und der wohnenden Mieter gehen. Bei degewo leben 125.000 Berlinerinnen und Berliner, in 75.000 Wohnungen und mehr als 5.000 Häusern. In den nächsten fünf Jahren investiert das Wohnungsunternehmen 525 Millionen Euro in die Sanierung und Pflege des Bestandes. Damit behält degewo die sogenannte „zweite Miete“ im Blick, die warmen Betriebskosten für Heizung und Warmwasser. Das Unternehmen setzt dabei auch auf technische Innovationen, die langfristig zur Senkung der Energiekosten für die Mieter beitragen sollen.
Der Berliner Mietspiegel 2013 weist im durchschnittlichen Mittel eine Nettokaltmiete von 5,54 Euro pro qm aus. Bei degewo lag die durchschnittliche Nettokaltmiete 2014 bei 5,58 Euro pro qm, und damit auf Mietspiegel-Niveau. Mit Blick auf den neuen Mietspiegel, der im Mai vorgestellt wird, sagte degewo-Vorstand Christoph Beck: „degewo steht für faire Mieten. Wir sind ein Garant für bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten in Berlin.“ Das gilt auch für die Mietpreise bei Neuvermietungen. Eine degewo-Wohnung kostete 2014 bei Neuvermietung durchschnittlich 30 Prozent weniger als im Berliner Durchschnitt.
Im Rahmen des Jahrespressegesprächs stellte degewo die neue Imagekampagne vor. Mit dem Claim „Fairness: wohnt bei degewo“ wird das Unternehmen nicht nur auf Plakaten im Stadtbild, sondern auch im Internet präsent sein. Im Mittelpunkt steht dabei die Dialog-Kampagne #fairesBerlin. Unter #fairesBerlin können alle Berlinerinnen und Berliner ab dem 18. Mai Erlebnisse und Situationen schildern, in denen es für sie besonders fair zugegangen ist. Wer einen fairen Moment oder ein faires Erlebnis via Facebook, Twitter, Instagram, Google+ oder YouTube mit dem Hashtag #fairesBerlin teilt, kann wöchentlich 1.000 Euro für ein soziales Projekt, eine Initiative oder einen Verein gewinnen. Mit dieser Aktion möchte degewo den Dialog über das Thema Fairness anregen.
Ansprechpersonen