Die klassischen Urban Gardening Modelle entstehen meist in Quartieren von überschaubarer Größe. Doch kann das auch in einer Großsiedlung wie der Gropiusstadt ist mit "Käthes Garten" ein 500 m² großer Gemeinschaftsgarten in einem von Wohnhochhäusern umgebenen Innenhof entstanden. Im Jahr 2015 kamen erstmalig die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zusammen und entwickelten Ideen für die Fläche und die gemeinsame Nutzung. Unterstützt von der himmelbeet gGmbH und dem Common Grounds e. V. planten sie in mehreren Workshops, legten Beete an, hielten Gartensprechstunden ab, feierten gemeinsame Feste - und kamen sich als Nachbarn über ihr grünes Hobby näher.
Mit dem Social Design Award wird dieses gemeinschaftliche Engagement gewürdigt. Der Jurypreis ist mit 2.500 Euro dotiert. "Das Geld setzen wir für einen nächsten Gemeinschaftsgarten im degewo-Bestand ein. Vielleicht in unserer Siedlung Lankwitz", so degewo-Stadtteilmanagerin Annett Biernath, die als Projektleiterin für das Partizipationsvorhaben bei "Käthes Garten" von Anfang an dabei war. "Wir freuen uns sehr über diesen Preis und wollen gemeinsam mit der himmelbeet gGmbH eine berlinweite mobile Saatgutbörse entwickeln, die von allen unseren Gemeinschaftsgärtnern genutzt werden kann. Inzwischen haben wir Gemeinschaftsgärten in Köpenick, im Brunnenviertel und in Kreuzberg. Die Gärten sind ein gutes Modell für Beteiligung, Miteinander und Identifikation. Und wie im Fall von "Käthes Garten" für die Belebung eines großen Innenhofes."
Die Macher von Käthes Garten: (von links) Lutz Mertens (degewo bauWerk), Meryem Korun (himmelbeet gGmbH) und Annett Biernath (degewo); Fotorechte: Katrin Würtemberger / DER SPIEGEL
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