"Bei unserer Neubauplanung lassen wir uns von dem Gedanken leiten, den ursprünglichen Charakter der Wiesenburg zu erhalten. Wir wollen das historische Gelände behutsam weiterentwickeln und mit unserem Neubau Menschen weiteres bezahlbares Wohnen in zentraler Lage auf der Wiesenburg ermöglichen", beschreibt degewo-Vorstandsmitglied Sandra Wehrmann die Neubaupläne.
Das Bebauungskonzept wurde in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Bezirk, Stadtplanung, Denkmalpflege, dem Quartiersmanagement Pankstraße und dem Verein Die Wiesenburg e.V. in einem zweistufigen Werkstattverfahren entwickelt. Parallel zur Kolberger Straße entstehen fünf Gebäude als fünfgeschossige Zeilenbebauung, die mit sieben Geschossen an die Höhe der vorhandenen Brandwand der 80er-Jahre Wohnbebauung anschließt. Die denkmalgeschützten Fragmente des ehemaligen Frauenasyls an der Panke werden erhalten und in die Neubebauung integriert.
Auf dem verwilderten Grundstück mussten zunächst alte Ruinenreste abgerissen und Bäume gefällt werden. Die Baumwurzeln waren mit den Kellerdecken der alten Gebäude verwachsen, so dass die Standsicherheit der Bäume nicht gegeben war. Insgesamt 48 Laubbäume wurden in den vergangenen Wochen gefällt. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden gemäß gesetzlicher Bestimmungen umgesetzt. Auch alte Kellerdecken mussten aus Gründen der Statik für den Neubau abgerissen werden. Die Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und dem Umwelt- und Naturschutzamt Bezirk Mitte von Berlin.
Visualisierung: Wiesenburg Haus 1 und 2 von Ost DAHM Architekten
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