Mit diesen Worten gratulierte Martin Patzelt, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) zur Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel "Gewohnt gut". "Mit der Wohnungsgemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen in der Heilbronner Straße 11-14 hat die Wohnungswirtschaft in beispielhafter Weise städtebaulichen mit sozialem Nutzen verbunden", so die Jury von "Gewohnt gut" in ihrer Preisbegründung.
RBB Brandenburg Aktuell, Stadtfernsehen, Antenne Brandenburg, MOZ und Oderbote waren vor Ort dabei, um über die Verleihung der Urkunde zu berichten. "Bei dem Projekt geht es uns darum, den an Demenz Erkrankten so viel Eigenständigkeit wie möglich zu sichern. Durch die offene Bauweise der Räume mit ihren vielen Fenstern und ihre Lage mitten in der Stadt sollen sie das Gefühl vermittelt bekommen, am Geschehen teilhaben zu können. Gleichzeitig sorgt unser Kooperationspartner ASB durch seinen 24-Stunden-Dienst dafür, dass sie sich umsorg und geborgen fühlen können", umriss Wohnungswirtschafts-Geschäftsführer Ronald Schürg die Zielsetzung der 2008 eröffneten Wohngemeinschaft.Oberbürgermeister Patzelt beglückwünschte die Wohnungswirtschaft zu ihrem Erfolg. "Die Auszeichnung ist hochverdient. Es ist gut, dass die Wohnungswirtschaft als kommunales Unternehmen bei solchen Dienstleistungen voran geht und Bewohnern wie Angehörigen das gute Gefühl vermittelt, dass sich hier gekümmert wird."Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam: "Stadtumbau ist mehr als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen. Mit gemeinschaftsorientierten Projekten wie der Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen stellen sich die Wohnungsunternehmen zusätzlich auf die Herausforderungen ein, die der demografische Wandel für die Städte und Gemeinden des Landes Brandenburg bedeutet."Auf zwei miteinander verbundenen Etagen können im Gebäude in der Heilbronner Straße 11-14 acht an Demenz erkrankte Menschen in Einzelzimmern wohnen. Dazu gibt es einen größeren und einen kleineren Aufenthaltsbereich. Die Sanitärräume wurden den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend gestaltet. Hofseitig befindet sich eine kleine Terrasse.Im Obergeschoss des Objektes wurden die Grundrisse von vier Wohnungen verändert bzw. zusammengelegt. Die einzelnen Wohnebenen sind über eine innen liegende Treppe miteinander verbunden. Wohn- und Gemeinschaftsräume sind barrierefrei gestaltet. Der Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss ist hofseitig mit raumhohen Fenstern ausgestattet worden.Eine umfassende Betreuung der Mieter wird durch eine Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gesichert. Durch die Organisation und Koordination von Unterstützung und Betreuung der an Demenz Erkrankten soll diesen ermöglicht werden, ihr Leben so weit wie gestaltbar eigenständig und aktiv zu führen.Das Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) und dem Infrastrukturministerium an ein märkisches Wohnungsunternehmen vergeben. Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Stadterneuerung und Stadtumbau umfassen mehr als den Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, sondern auch die Aufwertung bestehender innerstädtischer Wohnquartiere. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern von BBU und Infrastrukturministerium. Das Infrastrukturministerium hat die Schirmherrschaft übernommen.