Allein zwischen Januar und Juli 2022 mussten die deutschen Haushalte im Schnitt 850 Euro mehr für Energie ausgeben als im gesamten Jahr 2021. Und das, bevor die nächste Heizperiode überhaupt angefangen hat. Wird kein Gaspreisdeckel eingeführt, müssen die Haushalte 2022 im Schnitt zwischen 1.360 Euro im günstigsten aber unrealistischen Fall, und bis zu 3.800 Euro in der Spitze mehr für Energie ausgeben als noch 2021. Diese exorbitanten Zusatzkosten sind für die allermeisten unbezahlbar und damit massiver sozialer Sprengstoff.
„Es ist fünf nach zwölf. Die Bundesregierung muss sofort handeln und einen Gaspreisdeckel einführen. Viele andere europäische Länder haben das bereits getan. Deutschland aber verstrickt sich in immer komplizierteren und hochbürokratischen Einzelregelungen, die am Ende in der Praxis nicht umsetzbar sind. Die versprochenen finanziellen Entlastungen werden am Ende nicht bei den Menschen ankommen, weil Ämter und Behörden ohnehin schon überfordert sind. Deshalb gilt: Die Zeit des gut gemeinten, aber nicht funktionierenden Klein-Klein muss ein für alle Mal vorbei sein“, sagte Gedaschko.
Der Gaspreisdeckel muss in einer Höhe eingezogen werden, dass er einen sparsamen Umgang mit Energie anreizt, aber soziale Verwerfungen verhindert und mittelbar auch den Strompreis senkt. „Die bisherigen unzähligen Krisenpakete der Regierung sind letztlich nur kleinteilige, bürokratische Pflaster, um die Auswirkungen der Energiepreisexplosionen abzumildern. Der Fehler der Krisenpakete ist, dass das Problem nicht an der Wurzel angegangen wird. Der Gaspreisdeckel ist die einzige wirksame Lösung, da Preissteigerungen so erst gar nicht bei den Menschen ankommen. Das ist nicht nur unbürokratisch, sondern verhindert vor allem eine drohende und extrem gefährliche soziale Spaltung“, so der Präsident weiter. Die bisherigen Rettungsversuche der Regierung seien gut gemeint, wirkten aber hilflos und würden der massiven Krisensituation absolut nicht gerecht. Es sei schnelles Handeln gefragt: "Der Gaspreisdeckel muss jetzt kommen."
Ansprechpersonen