BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTERIUM ERWARTET STABILE KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG

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Im ersten Quartal dieses Jahres habe sich das Wirtschaftswachstum mit bemerkenswerter Dynamik fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich binnen Jahresfrist preisbereinigt um 3,3 Prozent. Die Wachstumsimpulse kamen in der Verlaufsbetrachtung vor allem von den Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen, die sich mit Zuwächsen von saisonbereinigt 3,5 Prozent bzw. 5,5 Prozent ausgesprochen dynamisch entwickelten. Belastet durch die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes, nahmen die privaten Konsumausgaben dagegen spürbar ab (-1,4 %).Die Aussichten für die weitere Entwicklung blieben günstig, so das Wirtschaftsministerium. Die deutsche Wirtschaft werde angesichts ihrer hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit weiterhin spürbare konjunkturelle Impulse durch die zügig expandierende Weltwirtschaft erhalten. Die anhaltende binnenwirtschaftliche Dynamik habe den Arbeitsmarkt voll erfasst und werde mit zunehmender Beschäftigung und allmählich steigenden Einkommen den privaten Konsum im Verlauf des Jahres wieder beleben. Die Perspektiven für den privaten Konsum bleiben angesichts der guten Arbeitsmarkt- und Einkommensperspektiven günstig. Das Konsumklima verbesserte sich im Juni zum dritten Mal in Folge.Der Arbeitsmarkt ist durch die anhaltend starken konjunkturellen Triebkräfte weiterhin im Aufwind. Die Beschäftigungszunahme fiel im April mit saisonbereinigt +13.000 Personen zwar weniger stark aus als in den Wintermonaten. Das milde Wetter und der Einsatz des Saison-Kurzarbeitergeldes hatte die Beschäftigungsentwicklung im Winter allerdings auch stark begünstigt. Entsprechend den Ursprungszahlen gab es zuletzt im Inland 39,28 Millionen Erwerbstätige. Dies entspricht einer Zunahme um 539.000 Erwerbstätige binnen Jahresfrist. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 161.000 auf 3,806 Millionen sei angesichts der besonderen Bedingungen der Wintersaison positiv zu werten. Die Arbeitslosenquote verringerte sich weiter auf zuletzt 9,1 Prozent (April: 9,5 %).Im Bauhauptgewerbe ging die Erzeugung nach dem Einbruch im März zuletzt erneut deutlich zurück (saisonbereinigt -2,9 %). Die aktuelle Abnahme der Produktion dürfte aber durch verschiedene Sondereinflüsse wie den Brückentageffekt (30. April) sowie eine schwächere Frühjahrsbelebung als Folge der hohen Bauproduktion im Winter überzeichnet sein. Binnen Jahresfrist lag die Erzeugung arbeitstäglich bereinigt im März/April weiterhin deutlich über dem entsprechenden Vorjahresniveau (+9,9 %).