Wie geplant hat Bundeskanzler Gerhard Schröder die heute im Bundestag gestellte Vertrauensfrage verloren. Den 151 Parlamentariern, die ihm das Vertrauen aussprachen, standen 296 Nein-Stimmen und 148 Enthaltungen gegenüber. Die Kanzlermehrheit von 301 Stimmen wurde damit klar verfehlt.
Zuvor hatte Schröder die Vertrauensfrage begründet. Der für die SPD bittere Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sei das letzte Glied in einer Kette schmerzlicher Wahlniederlagen gewesen, sagte Schröder. Für seine Reformpolitik brauche er eine neue Legitimation durch die Wähler. Nach der Wahlniederlage habe sich die Frage gestellt, ob die volle Handlungsfähigkeit für seine Politik noch gegeben war.Wie die Tagesschau berichtet, will Schröder nun noch heute Bundespräsident Köhler bitten, das Parlament aufzulösen, um damit Neuwahlen zu ermöglichen.