"Das Thema Altersvorsorge gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Angesichts der demografischen Entwicklung und ihrer absehbaren Wirkung auf die Sozialsysteme wird private Vorsorge immer wichtiger." Mit diesen Worten hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Achim Großmann, gestern in Berlin das Forschungsprojekt "Altersvorsorge und Wohnungsgenossenschaften" gestartet.
Damit nehme das Bundesbauministerium Empfehlungen der Expertenkommission Wohnungsgenossenschaften auf, hieß es in einer Pressemitteilung. Diese sollten durch die wissenschaftliche Studie näher untersucht werden. So habe die Kommission vorgeschlagen, dass Mieter ihre Genossenschaftsanteile erhöhen, um Wohnkosten im Alter zu verringern. Auch Dauerwohnrechte oder Spareinrichtungen bei den Genossenschaften könnten eine Alternative bei der Altersvorsorge sein. Den damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Fragen sollen nun die Analyse & Konzepte GmbH und das Institut für Genossenschaftswesen der Philipps-Universität Marburg nachgehen. Unterstützt würden sie von neun Genossenschaften, die ihre Mitglieder zu dem Forschungszweck befragen wollen. Die Ergebnisse sollen Mitte nächsten Jahres präsentiert werden. Im Mai startet mit "Erschließung von Genossenschaftspotenzialen" ein weiteres Forschungsprojekt."Die Wohnungsgenossenschaften haben in ihrer langjährigen Unternehmensgeschichte Sicherheit und Beständigkeit bewiesen. Das prädestiniert sie als Anbieter von Altersvorsorgeprodukten. Daher widmen wir dieser Thematik jetzt ein eigenes Forschungsfeld", sagte Großmann.