Das für den Herbst 2010 geplante energiepolitische Gesamtkonzepts soll die Energieversorgung der nächsten Jahre gewährleisten und die Weichen für eine nachhaltige und verlässliche Energieversorgung der Zukunft stellen.
Durch die Nutzung regenerativer Quellen wird die Energieversorgung - beispielsweise durch starke Schwankungen bei der Sonnen- und Windenergie – deutlich komplexer. Aus diesem Grund hatten die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag neben der verstärkten Nutzung der regenerativen Energien auch die Erarbeitung eines energiepolitischen Gesamtkonzepts beschlossen, durch das eine systematische, konzeptionelle Herangehensweise sichergestellt werden soll. Wie viel Energie werden wir in zehn, zwanzig oder auch fünfzig Jahren brauchen? Wie lange werden wir auf fossile Brennstoffe zurückgreifen können? Wie werden sich die Preise von Öl und Gas entwickeln? Lohnt es sich, bei der zu erwartenden Verknappung auf Energieträger umzusteigen, die heute noch teuer sind? Wie lange sind wir noch auf Kernenergie angewiesen? Wie können wir die verschiedenen Energieträger zu intelligenten Netzen verbinden? Diese und viele andere Fragen soll das Gesamtkonzept berücksichtigen. Auch die Frage der Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken wird dabei zu beantworten sein.Die Federführung des Verfahrens liegt beim Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium. Wissenschaftliche Institute sollen beauftragt werden, verschiedene Energieszenarien zu der Frage zu entwerfen, welcher Energieträger welchen Beitrag zur Energieversorgung leisten kann. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die zukünftige Preisentwicklung und -gestaltung, die Klimaauswirkungen und natürlich die Abhängigkeit von Importen.Erste Zwischenergebnisse sollen noch vor der Sommerpause vorliegen. Die Gesamtentscheidung über das Energiekonzept soll im Herbst erfolgen.
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