BUNDESREGIERUNG BESCHLIESST ECKPUNKTE ZUR INITIATIVE "WIRTSCHAFTSFAKTOR ALTER"

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Eine Ende April 2008 von Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos im Bundeskabinett vorgestellte Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" soll die Entwicklung neuer, für alle Generationen attraktiver Produkte und Dienstleistungen beschleunigen und Impulse für den zukunftsträchtigen Markt für Senioren setzen. Die gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gestartete Initiative verbinde Senioren-, Wirtschafts- und Verbraucherpolitik. Weitere Bundesministerien wollen sich nach Mitteilung beider Ministerien einbringen.Ziel der Initiative sei es, im engen Austausch mit der Wirtschaft sowie den Senioren- und Verbraucherverbänden Produkte und Dienstleistungen voranzubringen. Deutschland habe mit seiner schnell alternden Gesellschaft die Chance, Standards zu setzen und zum Weltmarktführer für generationengerechte Produkte aufzusteigen. So stamme nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung schon jetzt jeder dritte Euro, der heute in Deutschland privat ausgegeben werde, aus dem Portemonnaie eines Menschen über 60 Jahre. Dieser Anteil werde bis zum Jahr 2050 auf über 40 Prozent steigen. Die Haushalte der 65- bis 75-Jährigen hätten bereits heute mit rund 84 Prozent die höchste Konsumquote aller Altersgruppen.Eine eigene Geschäftsstelle soll die Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" bis Ende 2010 koordinieren. Das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) unterstütze die Initiative im Bereich der Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen.Die wichtigsten Eckpunkte zur Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter": Auf einer neuen bundesweiten Plattform werden Unternehmen, Experten und Senioren- und Verbraucherorganisationen kontinuierlich Erfahrungen und Ideen austauschen. Ziele sind eine stärkere Einbindung der Expertise älterer Menschen sowie bessere Produkte, die allen Generationen nutzen und gefallen. Branchenübergreifende Regionalforen sollen gezielt kleine und mittlere Unternehmen auf die Chancen des Seniorenmarkts aufmerksam machen. Um die Zahl von Unternehmensgründungen durch ältere Menschen zu steigern, sollen passgenaue Informations- und Weiterbildungsangebote in Kooperation mit den Kammern und Bildungseinrichtungen sowie eine Sammlung von "Best Practice"-Beispielen erfolgreicher Existenzgründer Mut für den Sprung in die Selbständigkeit machen. Deutschland soll Vorreiter für "Generationenübergreifendes Design" werden. Ein Kompetenznetzwerk "Universal Design" sammelt Informationen und Wissen zu Fragen der Produktgestaltung. Designwettbewerbe an Hochschulen sollen Inspiration für künftige Produkte und Verpackungen liefern, die für Menschen jeden Alters attraktiv und handhabbar sind. Eine Wanderausstellung für die breite Öffentlichkeit soll besonders gelungene Produkte und Ideen für generationengerechte Gestaltung präsentieren. Ältere Verbraucherinnen und Verbraucher sollen es einfacher haben, Produkte und Dienstleistungen zu erkennen, die auf ihre Wünsche und Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Die Bundesregierung prüft, ob ein zentrales Gütesiegel für generationengerechte Produkte älteren Menschen eine Orientierung beim Einkauf bieten und gleichzeitig Anreize für die Entwicklung geeigneter Produkte setzen kann. Infomaterialien, wie von Fachleuten erstellte Checklisten, sollen älteren Verbrauchern helfen, benutzerfreundliche Produkte und Dienstleistungen leichter aus dem Angebot herauszufinden.