Die Bundesnetzagentur hat ihren Entgeltvorschlag für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sogenannte letzte Meile, veröffentlicht. Danach muss die Telekom Deutschland GmbH ihren Wettbewerbern die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ab dem 1. April 2011 für monatlich 10,08 Euro überlassen. Bisher konnte die Telekom, die selbst eine Erhöhung auf 12,90 Euro bei der Bundesnetzagentur beantragt hatte, ihren Wettbewerbern 10,20 Euro im Monat für die Anmietung der "letzten Meile" berechnen.
Für den Zugang zur TAL an einem Kabelverzweiger (KVz), das sind die grauen Kästen am Straßenrand, darf die Telekom nach dem Entscheidungsentwurf künftig 7,17 Euro statt bisher 7,21 Euro verlangen.Erstmals können die TAL-Entgelte nicht sofort verbindlich in Kraft treten, weil zunächst ein nationales Konsultations- und ein EU-weites Konsolidierungsverfahren zu den Entscheidungsentwürfen durchgeführt werden müssen. Im Entwurf ist eine Befristung der Genehmigung bis zum 30. Juni 2013 vorgesehen. Darüber hinaus wurde der Telekom auferlegt, ihren Konkurrenten auch einen diskriminierungsfreien Zugang zu ihren neu verlegten reinen Glasfaser-TAL zu gewähren. Die Entgelte hierfür unterliegen nach der neuen Regulierungsverfügung allerdings zunächst der ex post-Kontrolle und sind daher nicht Gegenstand des aktuellen TAL-Verfahrens.
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