Die Bundesnetzagentur hat am 16. Januar 2008 die für die Ultra-Wideband-Technologie (UWB) benötigten Funkfrequenzen durch eine Allgemeinzuteilung zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Behörde hat damit eine Vorgabe der Europäischen Kommission vom Februar 2007 umgesetzt.
Der betroffene Frequenzbereich liegt zwischen 30 Megahertz und 10,6 Gigahertz. UWB, auch Wireless (kabelloses) USB genannt, ist die nächste Generation drahtloser Übertragungstechnologien.Die UWB-Technik kann künftig die Verkabelung per USB (Universal Serial Bus) ersetzen. Sie stellt sehr schnelle Breitband-Funkübertragungswege zur Verfügung, die mit einer äußerst geringen Strahlungsleistung auskommen. Allerdings können damit nur wenige Meter überbrückt werden. Die Funktechnik eignet sich unter anderem für die drahtlose Verbindung verschiedener Geräte am Arbeitsplatz, zu Hause bzw. im Büro. Die Funktechnologie erlaubt dabei eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 480 Megabit pro Sekunde. Sie ist damit gleich schnell wie eine herkömmliche USB 2.0-Verbindung. Allerdings ist die Datenrate durch die Entfernung begrenzt. Ab drei Meter Abstand erlaubt das drahtlose USB aber immerhin noch eine Datenrate bis zu 110 Megabit pro Sekunde.Weitere Einsatzgebiete für UWB eröffnen sich beispielsweise im Auto, wo elektronische Komponenten drahtlos verbunden werden sowie vor allem im Wohnbereich. Hier können Audio- und Videogeräte künftig ebenfalls ohne Kabel per USB-Schnittstelle angebunden werden. Weitere Anwendungen sind im gewerblich-industriellen Bereich denkbar. So können die Frequenzen für Datenübertragungen bei medizinischen Anwendungen, in der Messtechnik sowie der Ortungs- und Überwachungstechnik genutzt werden.