Die Frage, für welche Ziele sie sparen, beantworten 55,4 Prozent der Bundesbürger mit dem Stichwort "Altersvorsorge", 55,1 Prozent sparen für Anschaffungen. Damit steht der Erwerb von Wohneigentum mit 41,3 Prozent nur auf Rang drei der Sparziele. Dies ergab eine im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen vom TNS Infratest durchgeführte, repräsentativen Umfrage.
Für die Studie wurden über 2.000 Bundesbürger im Alter von 14 Jahren und mehr interviewt. Die Umfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Wie der Verband weiter informiert, ist der Anteil der Haushalte, die überhaupt sparen, mit 45,6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Umfragen im Jahr 1997 gesunken. Entsprechend hat der Anteil der Haushalte, die nichts auf "die hohe Kante" legen konnten, mit 53,4 Prozent den höchsten Wert erreicht. Als Ursache für diese Entwicklung sehen die Herausgeber der Studie vor allem die seit einiger Zeit drastisch steigenden Preise für Nahrungsmittel, Benzin, Gas und Heizöl. So hätten 54,0 Prozent der Haushalte, die künftig weniger sparen wollen, als Begründung hierfür steigende Ausgaben bzw. höhere Lebenshaltungskosten angegeben, 29,0 Prozent nannten fehlende Einkommenssteigerungen bzw. Einkommenseinbußen. Bei den hauptsächlich genutzten Anlageformen steht das traditionelle Sparbuch (einschließlich Spareinlagen, Banksparplänen) mit 55,1 Prozent weiterhin an erster Stelle vor dem Bausparvertrag mit 36,7 Prozent und den Renten- /Kapitallebensversicherungen mit 35,6 Prozent. Mehr als jeder Dritte Befragte "spare" zudem Geld auf einem Girokonto. Die geringsten Nutzungsquoten haben Aktien mit 17,1 Prozent, gefolgt von festverzinsliche Wertpapiere/Bundesschatzbriefe, die nur 11,7 Prozent als Geldanlage angaben.