Die Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft begrüßen die am 8. April vom Bundeskabinett beschlossene Wohngeldnovelle. Bundesbauminister Tiefensee betonte, dass vor allem die neuen Länder von der Erhöhung profitierten.
"Für eine Erhöhung des Wohngeldes ist es höchste Zeit", betonte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen im Anschluss an den Kabinettsbeschluss zur Wohngeldnovelle. Vor allem die dramatisch gestiegenen Heiz- und Energiekosten seien in den letzten Jahren Treiber der Wohnkosten gewesen. "Die neu eingeführte ,Heizkostenkomponente‘ trägt dieser Entwicklung angemessen Rechnung", so Freitag. Die Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft begrüßen auch die im Gesetzentwurf vorgesehene Erhöhung der Wohngeld-Tabellenwerte und der Miethöchstbeträge. Laut Berechnungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ergebe sich daraus ein Anstieg des Wohngeldes von durchschnittlich 90 auf 142 Euro im Monat."Die Bauminister der Länder haben dem aktuellen Konzept bereits auf ihrer Tagung im März zugestimmt. Jetzt kommt es darauf an, dass sich auch die Länderfinanzminister für die dringend notwendige Wohngelderhöhung im Gesamtumfang von 520 Millionen Euro aussprechen. Die Spitzenverbände appellieren daher an Bundestag und Bundesrat, den Gesetzentwurf zügig zu verabschieden", so auch Walter Rasch, Vorsitzender des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Seit der letzten Wohngelderhöhung sind sieben Jahre vergangen."Die Verbesserungen beim Wohngeld kommen ganz besonders den Wohngeldempfängern in den neuen Ländern zu Gute", sagte Tiefensee. "Die Anhebung der Tabellenwerte hilft vor allem Bewohnern einfacher Wohnungen mit Mieten unterhalb der Höchstbeträge. Damit tragen wir den durchschnittlichen Mietsteigerungen seit 2001 von acht Prozent Rechnung". Die Zahl der Niedrigverdiener sei in den neuen Bundesländern nach wie vor deutlich höher als im Westen. "Die Wohngelderhöhung wird vor allem den jetzigen Wohngeldempfängern helfen. Und das sind mit drei Prozent der Einwohner im Osten doppelt so viele wie im Westen", so Tiefensee.