Sieben Unternehmen sind am 9. November für ihre vorbildliche Arbeit in der Berufsausbildung mit dem Brandenburgischen Ausbildungspreis 2007 geehrt worden. Außerdem wurden in Würdigung ihres Ausbildungsengagements an 16 Unternehmen Ehrenurkunden verliehen, darunter auch die BBU-Mitgliedsunternehmen WOBAU Bernau und PRO POTSDAM.
Auf einer Festveranstaltung in der Ausbildungsstätte der Handwerkskammer Potsdam in Götz würdigte Arbeitsministerin Dagmar Ziegler das Engagement der Preisträger für die Ausbildung junger Menschen in Brandenburg. An dem zum dritten Mal ausgerichteten Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck hatten sich 62 Unternehmen beteiligt. Die mit 1.000 Euro dotierten Preise wurden in den Kategorien bis zehn Beschäftigte, zehn bis 50 sowie mehr als 50 Beschäftigte vergeben. Zudem erhielten 16 Unternehmen Ehrenurkunden. Auswahlkriterien waren nach Ministeriumsangaben unter anderem die Zahl der Auszubildenden, die Qualität und Konstanz der Ausbildung sowie innovative Ausbildungselemente und die Arbeit mit Kooperationspartnern.Die Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Bernau wurde wie die anderen Preisträger für ihr besonderes Engagement und die Qualität ihrer Berufsausbildung geehrt. Die Ausbildung junger Menschen genieße in der Wobau seit vielen Jahren höchste Priorität, sagte Ute Schäfer, Geschäftsführerin der Wobau. So würden die Azubis zum Immobilienkaufmann/-frau schon frühzeitig eigene Projekte betreuen und Wohnungsbestände verwalten. Sie erhielten auch die Möglichkeit, Austauschpraktika und sogar Auslandsaufenthalte zu absolvieren. Die Ergebnisse sprächen für sich, so Schäfer: In den letzten beiden Jahren schlossen die Azubis der Wobau ihre Abschlussprüfungen als Jahrgangsbeste ab. Und Leistung lohne sich, denn alle erfolgreichen Absolventen erhielten einen Anstellungsvertrag und Weiterbildungsmöglichkeiten.Auch die Pro Potsdam GmbH wurde mit einer Ehrenurkunde für ihr Engagement bei der Ausbildung junger Menschen geehrt. Bereits im August war dem Unternehmen auch die Urkunde "Anerkannter Ausbildungsbetrieb" durch den Präsidenten der IHK Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming, verliehen worden. Diese Auszeichnung erhalten Betriebe, die sich besonders engagiert für die Schaffung von Ausbildungsplätzen einsetzen. Die Ausbildungsquote der Pro Potsdam betrage zehn Prozent.Während der Veranstaltung zur Verleihung des Brandenburgischen Ausbildungspreises 2007 betonte Ziegler: "Ende September wurden von den Unternehmen mehr als 10.300 betriebliche Ausbildungsplätze angeboten – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr lag der Zuwachs bei 11,5 Prozent. Unsere Betriebe haben die Zeichen der Zeit verstanden und möchten wieder ihren eigenen Nachwuchs ausbilden." Gleichwohl gäbe es insbesondere bei der Schaffung von betrieblichen Ausbildungsplätzen noch große Reserven. Die Ministerin verwies darauf, dass der sich einstellende Fachkräftebedarf die Notwendigkeit eigener Ausbildungsanstrengungen deutlich mache. "Die Zukunftsfähigkeit einer Region wird ganz maßgeblich davon abhängen wie es gelingt, junge Menschen für Berufe in den Kompetenzfeldern der Zukunft zu qualifizieren - und auch davon, ob sie nach einer erfolgreichen Ausbildung Einstiegschancen in Brandenburger Unternehmen erhalten. Spätestens ab 2010 werden die Unternehmen, die nicht rechtzeitig die klugen Köpfe der Region an sich gebunden haben, das Nachsehen haben", unterstrich die Ministerin.