BRANDENBURGISCHE INFLATIONSRATE WEITER RÜCKLÄUFIG

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Im März 2009 lagen die Preise im Land Brandenburg nur um 0,2 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Damit hat sich der Preisauftrieb nicht nur massiv beruhigt. Vor allem die Preise für Heizöl und Kraftstoffe sind deutlich gesunken. Die Mieten blieben stabil. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt: "Es bleibt abzuwarten, ob die Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung zu einer Belebung der Wirtschaft und einer Abwendung deflationärer Tendenzen führen." Die Zahlen zur Inflationsentwicklung teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 27. März mit. Zwischen Februar und März seien die Preise sogar leicht gesunken, auf Jahresbasis setze sich der Trend zum weiteren Inflationsrückgang fort. Im Februar hatte die Jahresrate noch bei einem Plus von 0,8 Prozent gelegen. Wie schon in den letzten Monaten wirkte sich die Preisentwicklung bei den Mineralölprodukten weiterhin dämpfend auf die Jahresteuerungsrate aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken sowohl die Preise für Heizöl (- 30,0 %) als auch die für Kraftstoffe (- 18,8 %). Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte hätte der Anstieg des Verbraucherpreisindex im März 2009 mit einem Plus von 1,3 Prozent deutlich höher gelegen. Überdurchschnittlich verteuerten sich erneut Gas (+ 15,6 %), Zentralheizung und Fernwärme (+ 15,0 %) sowie Strom (+ 7,9 %). Die Nettokaltmieten stiegen im Vergleich zum März 2008 um 0,3 Prozent. Seit 2005 akkumulierten sie einen Anstieg von 1,9 Prozent, während das allgemeine Preisniveau im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent zulegte. Bei den Nahrungsmitteln zeigten sich im Jahresvergleich gegenläufige Preisentwicklungen. Während insbesondere bei Molkereiprodukten und Eiern (- 10,0 %), Obst (- 7,4 %) sowie Speisefetten und -ölen (- 4,9 %) Preisrückgänge ermittelt wurden, waren vor allem bei Gemüse (+ 5,9 %) und Fleisch (+ 3,1 %) wieder Verteuerungen festzustellen. Auch für alkoholische Getränke, Bekleidung, Schuhe, Verkehrs-, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen musste mehr ausgegeben werden als vor Jahresfrist. Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter blieb aus Sicht der Verbraucher hingegen weiterhin günstig. So kosteten beispielweise Geräte der Informationsverarbeitung fast 13 Prozent, Unterhaltungselektronik 7,3 Prozent weniger als 2008.